Auf Malta gibt es viele Höhlen …

… doch ich habe mich dann doch lieber für ein Hotel entschieden  😉

Und ich habe es nicht bereut. Das moderne, gehobene Strandhotel „Ramla Bay Resort “ liegt in einer bezaubernden Bucht bei Mellieħa, im Norden Maltas. Das große Zimmer mit Meerblick und Balkon war genau das, was ich mir erträumt und ausgesucht hatte. Das Hotelangebot sowie die Innen- und Außenanlagen sind dort sehr umfangreich und bieten alles, um sich wohl zu fühlen. Und das Personal war sehr hilfsbereit und freundlich.

Das Wohlfühlen begann bereits beim Betreten der Hotelhalle mit dem Empfang und anschließend des wunderschön bepflanzten Atriums im neuen Flügel – eine architektonische Meisterleistung.

Der Weg zum Zimmer im dritten Stock bot unterwegs einiges zu entdecken und das Zimmer selbst war sehr einladend – zuerst öffnete ich natürlich die Glastür zum Balkon ……  und  WOW ! 😍 :

Da wusste ich gleich, hier würde es mir gefallen. Glücklich ging diese Anreisetag zu Ende und am nächsten Morgen hüpfte ich vergnügt aus dem Bett und gleich auf den Balkon.

Mir bot sich ein stürmisches und spannendes Bild – das Meer unterhielt sich sehr lautstark mit mir und bäumte sich ganz schön auf …  naja, es war ein bisschen brummelig, weil ich mich so lange nicht blicken lies.

Aber schon am nächsten Tag war es voller Freude und wieder ganz sanft. Es zeigte sich in seinem schönsten azurblauen Gewand  😃

Fortsetzung folgt …   🙂

Drüben, auf der anderen Seite …

 

Gleich nach der Regenbogenbrücke blickte er auf eine Wiese, die sich unvorstellbar weit ausdehnte. Farbenfroh wiegten sich Blüten sanft im Wind  ….

„In der Tiefe eurer Hoffnungen und Wünsche liegt euer stilles Wissen um das Jenseits; Und wie Samen, der unter dem Schnee träumt, träumt euer Herz vom Frühling. Traut den Träumen, denn in ihnen ist das Tor zur Ewigkeit verborgen.“ 

Khalil Gibran

Grenzenlose Freiheit

 

Warum weinte der Himmel nicht an diesem Dienstag, dem 09.10 2018. Der Regen hätte vom Himmel stürzen müssen, in Strömen, so wie meine Tränen vor Schmerz aus meinen Augen gestürzt sind, als ich mit Max vor der Regenbrücke stand und er sich nochmals umblickte, bevor er hinüber ging und mich zurück ließ. Mir blieb nur noch, ihm eine gute Reise zu wünschen.

Gleich nach der Regenbogenbrücke blickte er auf eine Wiese, die sich unvorstellbar weit ausdehnte. Farbenfroh wiegten sich Blüten sanft im Wind und erstrahlten in einem märchenhaften Licht, wie er es noch nie erlebt hatte. Dieses Licht empfing nun auch ihn, umschloss ihn zärtlich und wärmend. Eine anheimelnde Geborgenheit breitete sich in ihm aus. Ja, er war zuhause angekommen.

Neugierig blickte er sich um und setzte noch zögernd eine Pfote vor die andere. Das saftige, wohlriechende Gras streifte sein schwarzseidenes Fell, das im Regenbogenlicht glänzte. Als er an unzähligen hellblauen, kleinen Blüten vorbei kam, rieb er sein feuchtes Näschen daran und sog den Duft ein.  Ahhh, „Vergiss mein nicht“, die kenne ich doch. Mein Frauchen liebt sie auch und hat sie im Garten gepflanzt. Weiß Gott, mein Frauchen werde ich ganz bestimmt nicht vergessen, dachte er kurz und wanderte weiter.

Ihm gefiel die Harmonie, die er hier im Regenbogenland ganz intensiv verspürte. Aus der Ferne drangen nun sanfte Klänge in seine aufgerichteten, kleine Ohren. Leise und schmeichelnd flossen sie in seine Seele ein. Himmlische Klänge – auch diese Töne kannte er. Als er aufmerksam in die Richtung blickte, aus welcher diese einfühlsamen Herzenstöne kamen, sah er ihn dann.

Der große schwarze Steinway – Flügel stand inmitten einer bunten Blütenfülle, wie er sie noch nie sah. Er hörte zu und war fasziniert vom Spiel des großen Meisters Chopin, dessen Finger den „Lauf der Liebe“ der Welt nahe brachten, ganz nach Art der alten Harmonie.  Liebe ….

Diese wohlbekannten Herzensklänge wirkten ein wenig Sehnsucht erzeugend auf ihn ein. Er hatte ihnen, neben Frauchen auf der Couch liegend, oft zugehört und genoss dabei das liebevolle, zärtliche Streicheln ihrer sanften Hände. Oft hielt sie sein kleines Köpfchen und sagte:“Sind das nicht wunderschöne Klänge, kleiner Max? Hör gut zu!“

Mit einzigartig brillanter Musik erfüllt machte er sich weiter auf den Weg. Er spielte mit einem im Regenbogenlicht schillernden blauen Schmetterling, tanzte und drehte sich mit ihm im Kreis. Im Regenbogenland wird viel gespielt. Es scheint der beste Ort für Katzen zu sein, wie er eine ist.  Sein Gang wurde nun sehr anmutig und leichtfüßig. Er fühlte beglückt die Freiheit, die ihm geschenkt wurde. Hier war also das Paradies. Bunt, warm und schön. Ohne Jagd, Gier und Kampf, alles verwirklichte sich hier kerngesund und harmonisch. Im Regenbogenland fand er unermessliches Glück und grenzenlose Liebe vor.

Und dann traf er auf alle, die schon vorangegangen waren. Sie begrüßten ihn freudig und baten ihn zu erzählen. Von seinem verlassenen Zuhause und über sein Leben. Gespannt hörten sie zu und freuten sich, dass er ein schönes Erdenleben hatte. Da war eine kleine Familie, die ihn liebte und verwöhnte. Er führte ein freies Leben in einem Haus, in dem ihm alle Räume offen standen. Und er besaß einen prächtigen Garten, in dem er sich gerne in der Sonne räkelte.

„Oh, so wie du das beschreibst, kenne ich dein ehemaliges Heim und dein Frauchen. Ich habe vor dir dort mit ihr gelebt. Es hat mir sehr gefallen, sie ein Stück auf dem Erden-Lebensweg zu begleiten. Wie geht es ihr?“ , rief ein bildschöner, liebenswerter schwarzer Kater begeistert aus.

„Ach, du bist das. Sie hat oft von dir erzählt, Sie sagte, ich könnte ohne weiteres dein Sohn sein. Ja, auch dich hat sie sehr geliebt. Als ich gegangen bin, habe ich mir große Sorgen um sie gemacht, denn sie ist nun unendlich traurig und weint andauernd.  Wenn sie doch nur wüsste, wie schön es hier ist und wie gut es mir jetzt geht, wie glücklich ich hier bin ……. wie glücklich wir beide hier sind. “

Meine beiden Lieblinge –

Die Geliebten sind unsterblich.
Denn die Liebe ist unsterblich.

Emily Dickinson