Max …

 

„They that love beyond the world cannot be separated from it.
Death cannot kill what never dies.
Nor can spirits ever be divided, that love and live in the same divine principle, the root and record of their friendship.
If absence be not death, neither is theirs.
Death is but crossing the world, as friends do the seas;
They live in one another still.“

„Die über diese Welt hinaus lieben, können von ihr nicht getrennt werden.
Der Tod kann nicht nehmen, was niemals stirbt.
Auch kann er nicht Seelen trennen, die nach demselben göttlichen Grundsatz lieben und leben,
der Ursprung und Geschichte ihrer Freundschaft ist.
Wenn Abwesenheit kein Tod ist, ist es auch nicht der ihre.
Tod ist nichts als das Überschreiten einer Welt, so wie ein Freund über ein Meer reist;
Sie leben im Anderen fort.“

William Penn, More Fruits of Solitude

 

 

 

„Unable are the loved to die.
For love is immortality.“

Die Geliebten sind unsterblich.
Denn die Liebe ist unsterblich.

Emily Dickinson

 

 

„Oh! I have slipped the surly bonds of earth and
danced the skies on laughter-silvered wings…“

„Ach, ich bin den rauen Banden der Erde entglitten
und tanzte über den Himmeln auf mit Lachen versilberten Flügeln…“

John Gillespie Magee

 

„Grieve not, nor speak of me with tears,
but laugh and talk of me
as if I were beside you…
I loved you so –
‚twas Heaven here with you.“

„Trauere nicht, und sprich auch nicht unter Tränen von mir,
sondern lache und rede von mir,
als wäre ich neben dir….
Ich habe dich so geliebt –
es war der Himmel hier mit dir.“

Isla Paschal Richardson

 

Ich werde ihn liebevoll im Arm halten, wenn er heute um 16 Uhr über die Regenbogenbrücke geht. Es wird mir schwer fallen, Stärke zu zeigen, damit er auf diesem Weg  nicht durch meine Unruhe gestört wird. Er wird mich ein letztes Mal anschauen … es wird mir das Herz brechen. Ich soll stark sein – wie denn … ?

Schau mich nicht so an …

 

Jetzt schau mich nicht so an

Mein liebes krankes Tier
Wie sehr ich doch wünschte
Du wärst hier bei mir
Die Ärzte kämpfen seit Tagen um dein Leben
Haben mir heute wieder Hoffnung gegeben
Du wirst bei mir bleiben – noch viele Jahre
Wir bleiben einander treu und ergeben
Ein Blick in deine Augen bestätigt
Du und ich, wir lieben das Leben
Nun gib dir Mühe, werde bald gesund
Weil ich dich so vermisse, unbeschreiblich liebe
Das ist und bleibt der tiefgehende Grund !

Gemälde und Text © chrinolo

Marmormehl, Kohle, Acryl, 30×40 cm

Noch so ein Einzelgänger …

 

Allerdings nicht in der Alten Fasanerie in Klein-Auheim. Hier sind gleich sieben Eurasische Luchse zu bewundern. Erkennungsmerkmale: Pinselohren und Stummelschwanz. Er wiegt 18 – 30 kg, ist 80 – 130 cm lang, 55 – 75 cm hoch und hat im Freiland eine Lebenserwartung von 5-15 Jahre.
Und seine Augenfarbe:  Bernstein !

Luchse können im Dunkeln sechsmal so gut sehen wie ein Mensch und sie hören sehr, sehr gut – ich konnte also ganz leise mit ihnen reden   🙂

Er ist Europas größte Wildkatze und keineswegs zum Kuscheln und Schmusen aufgelegt.

Als ich dort war, man findet sie gleich neben den Wölfen, schlichen sie hungrig am Zaun entlang. Es war Fütterungszeit und bald kam auch Frau Dr. Ebel, die Wildbiologin, angefahren.

Auf ihren Zuruf kamen auch gleich alle sieben Luchse, um sich ihre Fleischstücke abzuholen. Die Faszination bei mir war sehr groß – einfach wundervoll, diese prächtigen Großkatzen beobachten zu können.

 

Frau Dr. Ebel rief mir zu, ob ich nicht ins Gehege reinkommen wolle, um den Tieren näher zu sein und besser fotografieren zu können. Was für ein Angebot  🙂  natürlich, und wie ich das wollte!

Es war ein ganz besonderes Erlebnis, diesen Tieren gegenüber zu stehen. Ich war so in ihrem Bann, dass ich total das Weiterfotografieren vergaß. Letztendlich aber doch nicht ganz:

Und ein schönes Gedicht gibt es auch noch dazu – von Alfons Pillach:

Der Luchs in deutschen Landen

Der Luchs hat einen Backenbart
und Pinsel an den Ohren,
als echte Schönheit seiner Art
war er schon fast verloren.

Ein Glück, dass es ihn wieder gibt
in unsren deutschen Landen,
der Luchs, der seine Freiheit liebt,
war viel zu lang abhanden.

Sein Wesen hat Gemeinsamkeit
mit unsren kleinen Kätzchen,
er liebt des Waldes Einsamkeit
und ist kein Streichel-Schätzchen.

Perfekt beim Jagen, stark bekrallt,
ein schlauer Beutefänger,
so schleicht er tief in seinem Wald
herum als Einzelgänger.

© Alfons Pillach

In Hessens Wäldern gibt es übrigens auch freilebende Luchse, das ist einwandfrei nachgewiesen. Mir ist allerdings keiner begegnet, darum bin ich doch sehr froh, ihnen im Gehege so nah sein zu können.