Die Puppe mit dem blauen Haar

Hier fand ich wunderschöne Zeichnungen, die eines Märchens wirklich würdig sind:

Die Puppe mit dem blauen Haar

In einem verwunschenen Wald, tief verborgen hinter dichten Bäumen und mystischen Nebelschwaden, lebte eine geheimnisvolle Puppe mit blauen Haaren. Diese blauen Haare flatterten im Wind, während sie mutig durch die Schatten des Waldes schritt. Ihre Augen strahlten wie Sterne in der Dunkelheit, voller Geheimnisse und Mysterien.

Wer war sie? Woher kam sie? Was war ihr Ziel?

Ein kleines Mädchen namens Ela folgte ihr neugierig. Die Puppe mit den blauen Haaren bewegte sich elegant zwischen den Wurzeln und Farnen hindurch, als wäre sie eins mit der Natur. Ihr Blick war fest auf ein fernes Ziel gerichtet, unbekümmert um die düsteren Gestalten und verborgenen Gefahren, die möglicherweise auf dem Weg lauerten.

Plötzlich war da eine Lichtung am Ende des Pfades, wo das Sonnenlicht durch die Baumkronen brach und einen strahlenden Teppich aus goldenem Licht auf den Boden legte. Die Puppe blieb stehen und drehte sich langsam um. „Komm mit mir“, flüsterte ihr Blick, „Gemeinsam werden wir das Geheimnis der Maske des Widders enthüllen und die Rätsel lösen, die den Wald umhüllen.

Die Sonnenstrahlen tanzten auf der Lichtung und warfen glitzernde Muster auf den moosbedeckten Boden. Die geheimnisvolle Puppe mit den blauen Haaren stand regungslos da, als wüsste sie um die tiefe Bedeutung dieses Ortes. Ela spürte eine unerklärliche Faszination, die sie dazu veranlasste, einen vorsichtigen Schritt auf die Puppe zuzumachen. Das leise Murmeln des Waldes schien lauter zu werden, als würden die Bäume ihnen eine Botschaft übermitteln wollen. Und in diesem Moment erkannte Ela, dass ihr Schicksal untrennbar mit dem der Puppe verwoben war. Sie spürte eine innere Ruhe und Entschlossenheit, die sie zu der Puppe hinziehen ließ. Der Wald um sie herum schien für einen Moment still zu halten, gespannt darauf, was nun geschehen würde. Ein Rätsel wurde in der Luft spürbar, und Ela wusste tief in ihrem Inneren: Eine große Abenteuerreise würde nun für sie beide beginnen.

Ela blickte tief in die Augen der geheimnisvollen Puppe und spürte eine Verbindung, die jenseits aller Worte oder Gesten lag. Es war, als ob sie sich schon seit Ewigkeiten kannten, als ob ihre Seelen in einem anderen Leben miteinander verschmolzen waren.

Die Puppe reichte Ela ihre Hand. Ohne zu zögern ergriff Ela die Hand und spürte eine Wärme, die sie tief im Herzen berührte. Gemeinsam betraten sie die Lichtung, wo das goldene Licht sie umhüllte und eine Aura des Mysteriösen und Magischen verbreitete. Die Zeit schien still zu stehen, während Ela und die Puppe langsam auf das strahlende Licht zusteuerten und sich dem Geheimnis der Maske des Widders näherten.

Gemeinsam betraten sie den Bereich, wo das goldene Licht am hellsten schien und eine geheimnisvolle Gestalt eines maskierten Widders auftauchte.

Als sie schließlich vor der maskierten Figur des Widders standen, erfüllte sie ein tiefes Gefühl der Ehrfurcht und Neugier. Die Augen der Maske schienen sie anzublicken und mysteriöse Schwingungen auszusenden, die Ela bis ins Mark erschütterten. Doch sie spürte auch einen inneren Drang, der sie dazu trieb, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen und die Wahrheit über die verborgene Gestalt zu enthüllen.

Die Puppe mit den blauen Haaren stand regungslos an ihrer Seite, als stumme Unterstützerin auf diesem Weg ins Unbekannte. Ela hob langsam den Arm, bereit, die Maske des Widders zu berühren. Als ihre Fingerspitzen die kalte Oberfläche der Maske berührten durchfuhr sie ein elektrisierendes Gefühl, als wäre ein Funke übergewechselt, der die Geheimnisse des Waldes freilegen sollte. Sie spürte die geheimnisvolle Energie, die von der Maskenfigur ausging.

Die Zeit schien nun langsamer zu vergehen. Der maskierte Widder schien vor ihren Augen zum Leben zu erwachen. Als Ela endlich den letzten Schritt wagte und die Maske vollständig abnahm, offenbarte sich ihr ein Anblick von erstaunlicher Schönheit und gleichzeitig unendlicher Tiefe. Der maskierte Widder war mehr als nur eine mysteriöse Gestalt – er war ein Symbol für eine längst vergangene Zeit und eine Geschichte, die noch nicht zu Ende erzählt ist ……

Fortsetzung folgt, sobald ein anderer weitererzählen möchte 🙂

3 Gedanken zu “Die Puppe mit dem blauen Haar

  1. Diese Wertschatzung von Gerdas Zeichnungen freut mich mit.
    Und eine eigene Malerei kam hinzu, die schön wirkt, aber auch ein paar Fragen in mir auftauchen läßt.
    Jedenfalls ist es eine starke und liebevolle bildhafte Aussage. 🫱♥️🪽

  2. Es könnte den Titel tragen „Wie Phönix aus der Asche“. Es gibt dort Flammen der Leidenschaft, die noch brennen, und es gibt dort ein Herz inmitten der leidenschaftlich brennenden Flammen, das aber schon beflügelt aufsteigt.
    In der offenen Handfläche bleibt ein roter Stein zurück, in der Farbe der Leidenschaft. Aber die Hand ist nach oben hin geöffnet und entspannt und läßt das flammende Herz los und frei fliegen.
    Ja, ich glaube, darin wird gerade ein tiefer, brennender Schmerz freigegeben.
    Der Wunsch, das Herz könnte zur Erde zurückkehren, ist wohl noch da, aber ihn freizugeben, ist stärker und überwindet den Schmerz.
    So darf das Herz also nun weiter in die Höhe aufsteigen, und die Herzensverbindung lautert sich.🙏💕🪽

  3. wie schön ist den. Das, liebe Chrinolo! Ich war beim Lesen ganz bezaubert. Du bist eine wunderbare Märchenerzählerin, danke von Herzen! Nun lese ich auch andere Märchen von dir.
    es gibt übrigens etliche gemalte Bilder der Puppe mit den blauen Haaren. Ich fand sie eines Nachts in einer finsteren Straße zwischen geparkten Autos. …

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