Assoziationen

Die Assoziation ist ein Gesetz der Phantasie und der Reproduktion von Vorstellungen.

Johann Nicolaus Tetens

Wenn ich ein „Like“ erhalte, möchte ich natürlich wissen von wem. Ich habe nachgeschaut und gelesen und gelesen … ALLES! Ein Blog voller Beiträge, die mein Gehirn dazu brachten, sofort Verknüpfungen anzubahnen. Besonders dieser Beitrag hat dazu geführt:

Bilder zogen allmählich an mir vorbei, von Pécs, dem Wohnort meiner Mutter, die im April dieses Jahres verstorben ist:

und Mohács : wir machten von Zeit zu Zeit u.a. Schifffahrten auf der Donau

Ich lehne mich im Stuhl zurück und lasse meine Gedanken weiterziehen, zurück in eine für mich wundervolle Zeit:

Da waren die Höhlen von Aggtelek, wo ich József Simándi zum ersten Mal hörte. Er berührte mit seinem Hazám Hazám unglaublich mein Herz, was auch sicher an der aussergewöhnlich guten Akustik lag :

Auch er, der Startenor Placido Domingo, hat es gesungen – in Landessprache, was mich sehr erstaunt hat.

Nicht nur mich. Es gab: 599.097 Aufrufe und 432 Kommentare – das spricht für sich.

Aber das ist längst nicht alles, die ältere wie auch die heutige Generation singt Hazám Hazám – jeder auf seine Art:

Ja, dieses Hazám Hazám hat mich auch nie losgelassen. Es berührt mein Herz zutiefst und bringt mich zum weinen.

Ich denke nun wieder an meine Großeltern, bei denen ich groß geworden bin:

und an die Csárda-Zeiten, wo ich viel getanzt und am Lagerfeuer gesessen habe. Und Pferde gab es natürlich auch – darüber habe ich früher schon mal einen Beitrag geschrieben:

Heimatklänge? Jedenfalls: my favourite opera aria of all time!

Für heute ist es aber genug. Es war eine schöne Zeitreise.

„Von Bleiben war nie die Rede“ (Karin Simon)

„Bitte keine Sterbensangst: Sie werden sich nicht totlachen! Aber Schmunzeln und Lächeln und auch Lachen sind erwünscht, und hoffentlich gestatten Sie es sich. Denn so was tut man ja eigentlich nicht. Also bei uns. Tod und lustig, das geht nicht zusammen.“

Doch, es geht! Ich lese ihr Buch und ich lese über diese besondere Frau. Sie ist Krankenschwester, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Sterbeamme, Traueramme und darüber hinaus noch Musikerin, Kabarettistin und Buchautorin. Da kommt einiges an Erfahrung zusammen, denke ich.

„Wenn wir Nähe zu Sterbenden zulassen, und das wird in diesem Buch geschehen, sind wir mit unserer eigenen Endlichkeit konfrontiert. Diese Tatsache ist kein Drama, sondern normal. So ist es und Punkt.“

In diesem Buch vom Sterben geht es vor allem um das Leben, habe ich gelesen. Doch eins nach dem anderen.

Ich habe mir mal bisschen was aus ihrem Kabarett „Zum Sterben schön“ angesehen:

Wie wahr, denke ich. Ich bekomme es ja gerade selbst zu spüren.

und das hier:

Es ist beides: schön und traurig. Eben wie Leben und Tod.

Und nun noch mal zum Buch. Hier stellt sie es selbst vor:

So, und wenn es euch interessiert, wie ich auf all das gekommen bin, dann schaut mal auf YouTube vorbei:

Diese Doku ist mir aufgefallen, weil sie großes Interesse ausgelöst hat.

Und warum ich mich überhaupt damit beschäftige? Ich sage es mit ihren Worten aus ihrem Buch:

„Wir würden doch auch niemals im Leben unvorbereitet in Prüfungen, Konfliktgespräche, zu einem ersten Rendezvous gehen. Wir prägen uns ein, was wir wissen müssen, wir entwickeln Strategien und frisieren und rasieren uns sorgfältig.“

Todsicher ist doch, dass ich auch mal gehen muss (wie jeder von uns!) und warum sollte ich mich nicht auf diese letzte Reise und das bevorstehende Rendezvous vorbereiten? Totschweigen ist sicher nicht die beste Lösung.

Auch SIE wird immer in meinem Herzen sein …

Sie konnte so herzlich lachen. Wie mein Mann, der sie auch geliebt und verehrt hat. Wie oft haben wir zusammen ihre Videos und DVD´s angesehen und über ihre revolutionäre Birkenbihl-Methode, die sie unserer Welt hinterlassen hat, gestaunt. Über viele Jahre hinweg war sie für uns Ratgeberin für das Alltagsleben, im Beruf und auch bei der Kindererziehung. Ihre Seminare, die inzwischen in großer Anzahl auf YouTube anzusehen sind, bleiben im wahrsten Sinne des Wortes wegweisend. Auch heute habe ich wieder eines angeschaut.

Also wie gesagt, sie hatte Humor, lachte gerne und liebte Witze. Auch hier hat sie uns welche hinterlassen: https://www.birkenbihl-uni.ch/birkenbihl-witze/birkenbihl-witze.html

Zum Beispiel diesen 😃:

Witz: Woche 91
Bill Gates stirbt und steht vor der Himmelspforte. Petrus öffnet ihm und führt ihn zum Thron von Gott Vater. Dieser sieht sich Billy Boy lange an und sagt dann schließlich, dass er sich nicht entscheiden könne, ihn in den Himmel oder in die Hölle zu schicken. Die Gründe würden sich die Waage halten, da er den Menschen zwar einiges an technischem Segen beschert, sie aber hintenrum wieder ordentlich gelinkt und abgezockt hätte. Er lässt ihm freie Wahl und bittet Petrus, ihn doch einmal herumzuführen und ihm alles zu zeigen, damit ihm die Entscheidung leichter fällt. Sie kommen zuerst am Himmel vorbei. Alles hell und leicht, lauter Harfe spielende Engelchen, die auf ihren Wolken vorbeischweben, Nektar und Ambrosia schlürfend. Ist ja ganz nett, denkt Bill Gates, aber doch ein bisschen langweilig. Dann darf er von oben einen Blick in die Hölle werfen. Dunkel und düster, viele sexy Frauen und Männer, alle in Reizwäsche, geil und lüstern sich auf die Hölleninsassen stürzend. Bill Gates fällt die Wahl nicht schwer und er entscheidet sich für die Hölle, in die er dann auch einen Tag später erwartungsvoll von Petrus geführt wird. Doch all die hübschen Frauen sind nicht mehr da. Statt dessen kommen in schwarzes Leder gekleidete Folterknechte und spannen ihn auf die Streckbank. In der Mittagspause geht er ganz erschöpft und blau geschlagen zu Petrus und beschwert sich. Man hätte ihm doch was ganz anderes gezeigt, was denn das jetzt soll. Petrus zuckt nur mit den Schultern und fragt ihn, wie naiv er, der erfolgreichste Computerexperte der Welt, denn eigentlich sei. Ob er denn nicht den Unterschied zwischen Demoversion und Vollversion kenne?

So, und Molière (1622 – 1673) würde jetzt sagen:

Schlagt mich meinetwegen, aber lasst mich lachen!

Auch ihr Video übers Lachen üben ist wirkungsvoll, einfach mal ausprobieren:

Ja, und das Video, das ich heute angesehen habe, betrifft meine derzeitige Situation. Auch dazu hatte sie etwas zu sagen.

Das ist interessant, nicht wahr?

Ich denke, jetzt geht es mir besser und ich kann für heute Schluss machen. Jedoch nicht, ohne „ihre Musik“ zu hören, welche sie auch in einem Seminar zum Besten gab 🙂