Ausgiebig beladen mit meinen Gedanken Und tiefgefühlten Emotionen Finde ich Worte sehr schön Zum Beispiel „Roter Mohn“ ROT – ein Lieblingswort von mir Vielleicht trägt es meine Herzenswärme zu dir Oder MOHN – was für ein berauschendes Wort Mit Leichtigkeit schwebt es gerade fort Wie das zarte Blatt dieser filigranen Blüte
Doch gibt es auch kummervolle Worte Deren Aussage wiegt oft schwer Viele kamen von dir und ich fragte mich Wo hast du nur solch verletzende Worte her Ich schrieb sie mir gleich von der Seele In mein Tagebuch mit schwarzem Verschluss Dort liegen sie sicher, machen mir keinen Verdruss
Irgendwann verwelken sie Fallen zu Boden wie abgestorbene Blüten Es ist wohl besser, mich vor solch quälenden Worten zu hüten
Doch generell sind mir Worte wertvoll und wichtig Ich greife oft in meinem Wortschatz Belade Worte mit farbenfrohen Bildern Denn wohlgeformt wie eine Glockenblume Erscheinen sie mir erst richtig Sie klingen dann auch angenehm Endlos sollte dieser Wohlklang weitergeh´n …
Die BLAUE IRIS zum Beispiel Auch Hermann Hesse bedachte sie mit schönen Worten Darüber hinaus noch viele andere Sorten Blumig hat er sich ausgedrückt Viele Gedichte mit blühenden Worten geschmückt Er war ebenfalls von der Schönheit und dem bereichernden Wert der Worte entzückt.
Ach Mond, könntest du nur die Sonne berühren Ich denke, du würdest sie gerne verführen Und sie würde sich zärtlich an dich schmiegen Du würdest sie sanft in den Armen wiegen Ja, könntet ihr euch wirklich verbinden Eins sein in Zeit und Raum Das wäre wahrlich ein schöner Traum Doch brauchen wir weiterhin Tag und Nacht Einen Mond, der strahlt, eine Sonne, die lacht Trotzdem, ich denke, wer liebt kann es spüren Wie es wäre, wenn Sonne und Mond sich berühren.
Sich bei einem exzellentem Abendmenü und einem Glas Wein von den Gedichten eines Poeten verzaubern zu lassen, gehört zweifellos zu den schönen und bereichernden Dingen des Lebens.
Ich persönlich empfinde so ein Ereignis als buchstäblich bezaubernd. Ist es nicht wundervoll, dieses ganz besondere Innehalten und Nachdenken mit dem Autor selbst und den anderen Gästen zusammen zelebrieren zu können? Und wenn dabei noch die Möglichkeit gegeben wird, sich in ansprechenden Räumlichkeiten mit der eigenen Seele auseinanderzusetzen und ihr weiten Raum geben zu können, dann kann man doch wirklich nur noch dankbar sein, dass Autoren und ansprechende Lokalitäten solch ein Erlebnis möglich machen.
Ich kenne solch einen Autor, der nicht nur schöne Worte, sondern auch reizvolle Lokalitäten liebt. Mit diesem möchte ich euch heute bekannt machen.
Hier ist er – lehnt euch zurück, und lasst erst mal seine Worte auf euch wirken:
Text des Gedichtes:
Möglich war dies alles in Zusammenarbeit mit einem tollen Team auf dem Weingut Buhl in Nierstein: https://www.weingut-buhl.de/
Jürgen Noack ist nicht nur ein talentierter Dichter, sondern auch ein leidenschaftlicher Koch. Es hat ihm sehr große Freude gemacht, zusammen mit Frau Petra Buhl, einer erfahrenen Ernährungsberaterin und Küchenfachkraft für Bio-Vollwertküche ( https://www.weingut-buhl.de/petra-buhl ), ein besonderes Menü kreieren zu können. Begeistert hat er mir darüber berichtet und die Fotos zur Verfügung gestellt.
Sieht das nicht grandios aus? 🙂
Wirsingsalat mit Nüssen (Petra Buhl) und Orangenfilets (die hat der Dichter Jürgen Noack kunstfertig filetiert 😊).
Sautierter Steinpilz auf einem Bett von Wildkräutersalat mit hausg. Dressing und Granatapfelkernen (Jürgen Noack)
Dreierlei Kürbis: Hokkaidomousse an Ruccola (Petra Buhl)
Kürbissuppe vom Butternut und Muskat mit schwarzem Trüffel aus dem Perigord (Jürgen Noack)
Die Ziege: Ziegenbratwurst kalt auf grünem Bett (Petra Buhl)
Ziegenfrischkäse mit Thymian und Rosmarin und Wildhonig-Herz (Jürgen Noack)
Das Hühnchen: Hühnerbrustfilet an süßem Chilli-Jus (Petra Buhl) Ingwer-Sellerie-Stampf (Jürgen Noack)
Das Wild(e): Wild-Ragôut vom Wildschweinrücken und Damhirsch, verfeinert mit sehr altem Porto Rosso Riserva (Jürgen Noack) – Das Wild hat er (Herr Noack ist auch Jäger) selbst erlegt! Das Wild-Ragôut, brauchte für die Zubereitung fast zwei Tage, da der Fonds komplett selbst gemacht ist und das Fleisch nach dem Anbraten darin über Nacht durchzog.
Dinkelrisotto mit fr. Parmesan, Serviettenbreznknödel, Rotkraut (Petra Buhl)
Süß 1:Torta die Meliga (aus Maismehl, Butter, Polentagrieß und Vanille – KEIN Ei!) von Jürgen Noack
Maronenknödelchen aus frischen Maronen mit feinsten Zutaten (Petra Buhl)
Süß 2, der Abschluss: Riesling-Zabaglione mit Dinkel-Mandel-Cantucci (Petra Buhl)
So, das waren also die Gerichte zur ersten Lesung. Geschaffen von einem außergewöhnlichen und hervorragendem Kitchen-Dream-Team, wie mir Jürgen berichtete.
Es muss sehr viel Spass und Freude gemacht haben, trotz der enormen Arbeit, die das ganze Team geleistet hat. Der Erfolg gab Ihnen recht: wer so unter Strom steht, ist fähig, den Gästen ein einzigartiges Erlebnis zu bieten. Das war schließlich das Ziel von Petra Buhl und Jürgen Noack 🙂
Und das Beste daran: das kann jeder Interessierte selbst erleben!