Wie öde, JEMAND zu sein! ;-)

 

Ein sehr guter Ratschlag, den ich in „Ich und die Menschen“ von Matt Haig gelesen habe:

„Lies Gedichte. Vor allem Gedichte von Emily Dickinson. Sie können dich retten. Anne Sexton weiss viel über den menschlichen Geist, Walt Whitman weiss viel über Gras, aber Emily Dickinson weiss alles!“ 🙂

Was tue ich also? Natürlich die guten Ratschläge prüfen und befolgen, sofern sie mir sinnvoll erscheinen. Ich lese Gedichte von ihr und bin berauscht und überwältigt … sooo wundervoll sind sie. Zum Beispiel hier, dieses:

 

I‘ m Nobody! Who are you? 
Are you – Nobody – too?     
Then there’s a pair of us!    
Dont tell! they’d advertise – you know!    

How dreary – to be – Somebody!   
How public – like a Frog –  
To tell ons’s name – the livelong June – 
To an admiring Bog!      

Emily Dickinson: GEDICHT Nr. 260

Über „das höchste Sein“

Heute habe ich ein sehr schönes Gedicht gelesen – zitiert und eingebettet in einem wundervollen Roman. Der Titel ist „Ich und die Menschen“ von Matt Haig.
Dieses Gedicht möchte ich unbedingt hier einstellen, auf einen Textauszug verzichte ich vorläufig, sonst kriege ich wieder Zunder, weil ich die Spannung nehme. Aber sobald ein gewisser Herr Schnellleser 😀 es gelesen hat, lege ich los – da sind so tolle, tiefsinnig philosophische und humorvolle Stellen im Buch, dass sie hier festgehalten werden müssen.

Ach, ich finde dieses Gedicht sooo schön … :

Wie glücklich ist der kleine Stein

Wie glücklich ist der kleine Stein,
Der über Wege streift allein
Und um Erfolg sich kümmert nicht
Auch kein Verlangen aus ihm spricht,
Der eingehüllt in schlichtes Braun
Um sich das Universum trägt,
Und wie die Sonne frei und rein
Verbindet und alleine leuchtet,
das höchste Sein verwirklicht er
durch schlichte Einfachheit.

(Emily Dickinson)

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