Du

Plötzlich gibt es dich

In lebendigen Farben auf leblose Leinwand gebannt

Ein fremdes Antlitz

Das ganz zufällig entstand

Ein Gesicht, das mich immer mehr fesselt

Ich gehe noch näher ran

So fremd und doch so vertraut

Verwundert sehe ich dich an ….

Wie deine Augen leuchtet jetzt mein Herz

Gefühlter Sonnenschein

Dein gütiger, weicher Blick genügt

Um grenzenlos glücklich zu sein

Und dein freundliches Lächeln

Es strahlt so viel Freude aus

Mir gefällt dieses Bild

Empfinde es als Augenschmaus

Doch frage ich mich

Wer bist du?

Suche im Buch meiner Erinnerungen vergeblich

Wie schade! Ich schlage es wieder zu.

Trotzdem, ich sehe dich weiterhin suchend an

Verliere beim Betrachten nicht den Mut

Da ist etwas in deinen Augen, in deinem Lächeln

Das tut mir einfach gut.

©chrinolo

Der Baum las mit

Wieder so eine „leise Ahnung“! Ich erhielt das Konzept für einen neuen Gedichtband und ich ahne nun, dass dieser wundervoll werden könnte. Ich las die Gedichte frühmorgens, als die Sonne gerade aufging und notierte meine Gedanken:

„Langsam wird es Tag. Das Licht verdrängt die Dunkelheit. In deine Gedichte versunken sitze ich auf der Terrasse und folge so manchen vertrauten Worten, die ich aus der Vergangenheit bereits kenne.

Jener Teil meines Lebens der mir gehört, mir allein für immer“, das klingt wunderschön.

Ich schaue hoch zu den Bäumen, die sich im Wind wiegen. Mir scheint, sie können meinen Gedanken folgen. So, als würden sie mitlesen. Mit ihrem leisen Rauschen wispern sie wiederholend und zustimmend deine gefühlvollen Worte.

„Verbundenheit … durch ein locker geknüpftes Band“, wie berührend. Mir wird die Verbundenheit allen Lebens bewusst. Ich beobachte, wie sich die Zweige der Bäume im nun etwas heftigeren Wind umschlingen, umarmen und übereinander legen.

Der Wetterbericht kündigte gestern starken Sturm an – jedoch mit Aussicht auf Besserung. Für einen Moment schweigen die Bäume, als würden sie dein Gedicht „Schweigen“ kurz überdenken.

Sie raunen mir unmissverständlich zu: Erinnerst du dich an sein „Verwunschenes Haus“? Du warst von seinen Worten so hingerissen, dass du sie gleich in einem Bild festgehalten hast!“

Dann ein heftiger Windstoß, die Blätter erzittern und reiben sich laut aneinander. „Bitte beachten“ rauschen sie mir eindringlich zu. Oh ja, denke ich, diese Worte sind auch angebracht. In der Vergangenheit sind sie oftmals untergegangen.

Der Wind flacht gerade wieder ab, ein leises Wispern streicht durch die Blätter. Sie flüstern „Zuversicht“ und glänzen leuchtend in der Morgensonne. Feingliedrig umhüllen sie die starken, dunklen Äste. Einfache, zarte Blätter, welche die herrliche Form des Astes dezent betonen. Ich betrachte bewundernd den starken, leicht gebogenen Ast des mir gegenüber stehenden Baumes. Sein Wipfel ist nun sonnenüberflutet und entlockt mir ein helles Lachen.

Ist es nicht atemberaubend, in der Morgensonne zu sitzen und zusammen mit den Bäumen Gedichte zu lesen?

Doch „Es liegt nicht an mir“, und auch nicht an den Bäumen oder an der Sonne, sondern an deinen Gedichten, über die wir manchmal gesprochen/geschrieben haben. Es war immer schön, sie zu lesen und darüber zu reden. Ich erinnere mich an viele Worte, die mich berührt haben – früher und auch jetzt wieder.“

Und es inspiriert mich zum Malen 🙂

Veränderung! Ich ringe mit fehlender Zeit …

 

… und dennoch, Seelenglimmern ist noch da.

Seelenglimmern …

Stets fühle ich ein friedliches Glimmern
Erspüre Gefühle, die sonst in der Seele verkümmern
Oft leuchten sie golden und manchmal feuerrot
Beim leisesten Erbeben, steigen sie auf zum Schlot

Bengalische Blitze sprühen dann lichtblau in die Sinne
Gedankenfunken – höchste Zeit, dass ich zu Malen beginne
Durch den führenden Arm in die erglühende Hand
Werden fantastische Bilder auf die Leinwand gebannt

Zunächst fließen Farben in aller Stille
Erreichen jedes Fleckchen, jede strukturierte Rille
Leise Musik erklingt dann darauf
Bei ihren Klängen blühen nicht nur meine Farben auf

Am Anfang ertönt ein hellblauer Himmel
dem folgt das reinste Farbgetümmel
und Feuer fließt plötzlich vom schwarzen Vulkan
Gelbverträumt zünde ich ein paar Sterne an.

Unaufhaltsam fließen Farben, wie Feuerströme vom Vulkan
Ganz wird er nie erlöschen, neue Beben fachen ihn an
Und kurz nur ruhet mein Feuergeist
Bald wird er wieder von „Seelenglimmern“ gespeist.

Letztendlich gibt mir mein Gemälde den erhofften Kick
„Du gefällst mir!“, sage ich mit liebendem Blick
Leidenschaften und Geschichten – im Bild vereint
Bin gespannt, was der Betrachter dazu meint.

© chrinolo – in Zusammenarbeit mit Danny

Im Laufe meines Lebens habe ich schon viel geschafft und geschaffen. Von Veränderungen habe ich mich dabei nie bremsen lassen, sie gehören zum Leben.

Derzeit treffe ich wieder Vorbereitungen … später darüber mehr. Um die Zeit zu überbrücken, hier was zum Gucken: