Und wenn du nicht richtig zuhören kannst, dann gibt´s was auf die Ohren ! 😉

 

Also, ich höre ja für mein Leben gern Gitarre. Aber es gibt auch welche, die tun das nicht und diese sollten aufpassen, dass sie dem Apollon nicht über den Weg laufen. Ja, genau, dem Gott Apollon. Das ist der mit dem Plektrum und der Kithara. Wem das nicht bekannt ist, Apollon ist der Gott der Musik und die Kithara ist das Vorläuferinstrument der Gitarre … was ein Plektrum ist, muss ich ja wohl nicht erklären.

Wie ich auf dies alles komme? Na durch ein Lesepäuschen! Ich hatte mir doch das Buch gekauft, in dem es um „Musik und Moralität bei Hermann Hesse und Thomas Mann“ geht. Insofern liegt das doch nahe, oder? Ich fragte mich, ob es moralisch o.k. ist, jemandem, der nicht gern Gitarre hört, gleich eins auf die Ohren zu geben

Nun, während des Lesepäuschens habe ich noch woanders ein bisschen über Musik im Allegmeinen gelesen, über Musikfestivals und speziell über einen ganz besonderen Musikwettstreit. Diesen haben sich nämlich Apollo (altgriechisch Apollon, lateinisch Apollo, deutsch auch Apoll)) und der bocksbeinige Hirtengott Pan geliefert.

Die ganze Geschichte spielte sich folgendermaßen ab: Pan  rühmte sich, schöner zu musizieren als Apollo. Er bat Tmolos, den Gott des Berges, darüber zu urteilen. Dieser ließ sich nicht lange bitten und machte seine Ohren von den Bäumen frei.

Pan spielte auf seiner  Mehrrohr-Flöte  und das gefiel König Midas, der sich dort gerade aufhielt, sehr.

Daraufhin spielte der blondgelockte, purpurbekleidete und mit Lorbeerkranz geschmückte Apollo auf seiner Kithara. Er stand aufrecht und hielt die Kithara senkrecht. Über das linke Handgelenk führte zum Halt ein Band und mit der rechten Hand zupfte er die Saiten mit Hilfe eines Plektrums. Dieses war aus Elfenbein gefertigt. Ja, so stelle ich mir das vor.

Jedenfalls, Tmolos erklärte ihn ganz entzückt zum Sieger! Die umstehenden Musikfans applaudierten ….  nur Midas protestierte  😲 . Dies brachte den Apollo natürlich ganz schön auf die Palme. Kurzerhand gab er den Ohren des Midas die Eselsform, welche ihm, deren Torheit entsprechend, angemessen erschien …

Man merke sich also: Apollo ist der Größte, außerdem Gott der Musik und er weiß eine Gitarre/Kithara mit dem Plektrum zu spielen. Das ist Musik in den Ohren wahrer Musikliebhabern- und kennern, jawohl. Und wer was anderes sagt, kriegt unverzüglich was auf die Ohren !   😂  😂  😂

Apollo mit Kithara und dem Plektrum … das war wohl damals bei den alten Griechen so wie heute David Gilmour in Pompeii  😊

„The kithara was the highly advanced, large wooden lyre favoured by only the true professional musicians of ancient Greece, which reached its pinnacle of perfection during the “Golden Age” of Classical Antiquity, circa 5th century BCE  …“

 

Irish Love

 

Eine wunderschöne Melodie von Mark Knopfler aus dem Jahr 1984.

Bei  0:50 bezaubern mich die Töne unglaublich, wie auch die in dem Song „Some Misunderstanding“ in meinem vorhergehenden Eintrag im Video bei 0:30  … dies hat mich doch sehr verblüfft. Als ich „Some Misunderstanding“ hörte erinnerte es mich sofort an Mark Knopfler und ich suchte seine Melodie. Mit diesem Eintrag hatte ich darüber berichtet:  https://seelenglimmern.com/2017/12/08/gedanken-zum-lied/  allerdings fand es keine besonders große Resonanz. Ich aber liebe es … die Melodie und diesen Gitarrenklang 🙂 :

 

Literaturcafé … da gab es Literatur im Café (außer Kaffee und Kuchen)

 

Klingt doch gut, oder? Im Rahmen meiner kleinen Hessereise fand eine Autorenlesung im Literaturcafé  Alte Apotheke statt. Der Autor Hans Melchior Schmidt las aus seinem neuen Buch „Gedanken eines Unzeitgemässen: Reflexe wider den Zeitgeist“. (https://www.amazon.de/Gedanken-eines-Unzeitgem%C3%A4ssen-Reflexe-Zeitgeist/dp/3929390671).         „Die hier publizierten Aphorismen sind das Ergebnis zu Wort gebrachter Wahrnehmungen, die gesellschaftskritisch, philosophisch, humoristisch ausfallen bis hin zur Ironie, zum Sarkasmus oder zur satirischen Karikatur. “
Der Autor trug ausgewählte „kluge Sprüche“ aus seinem zirka 1250 Aphorismen umfassenden Werk vor.
Zur Freude des Autors und den Café-Besitzern Kirsten und Hans (https://we-ra.com/2018/09/18/termine-termine/) war die Lesung mehr als gut besucht. Für musikalische Begleitung sorgte der Gitarrist Alfred Noll.

Eröffnet wurde die Lesung von Kirsten mit ein paar Begrüßungsworten an den Autor und die Gäste:

… und der Autor hörte ihr aufmerksam zu.

… dann hörten wir alle dem Gitarristen Alfred Noll zu, der einfühlsam in die Lesung mit den zunächst „Philosophischen Gedanken“ überleitete:

 

Was genau der Autor daraufhin zum Besten gab, findet ihr alles in seinem neuen Buch (siehe oben!)

Besonders begeistert von dieser Lesung war Wolf-Dietrich Heß, der Steinauer Maler, dessen Gemäde immer noch im Literaturcafé ausgestellt werden. Ich hatte mehrmals über ihn berichtet (https://seelenglimmern.com/2018/08/27/von-rittern-scharfen-rennen-und-dem-goldenen-vlies/) und es war für mich eine große Freude, ihm hier wieder zu begegnen. Und er hat sich auch gefreut – schaut nur her:

Am nächsten Tag besuchte ich nochmals das Literaturcafé, weil das Treffen mit Kirsten absolut zu kurz geraten war. Ständig war sie auf dem Sprung … aber auch dieses Mal sollte die Unterhaltung nicht lange dauern. Das Café war gerammelt voll, die Aushilfs-Backfee war ausgefallen und so musste die Chefin mal wieder selbst ans Werk, damit sich die Gäste den Bauch mit Kuchen und Torten füllen konnten.

Mhhh … ihr Rotweinkuchen war einfach lecker und den Apfelkuchen habe ich auch probiert  😊

„Wo ist sie? Ich will sie jetzt seh´n !!! „, rief ich und bekam zur Antwort: „Die ist hinten in der Backstube und schuftet.“

O.k., dachte ich, wenn der Prophet nicht zum Berg kommt …  ich warte so lange im Hinterhof, bis sie sich blicken lässt. Einmal muss sie ja da rauskommen ………………. hmmm

„Ha, da kannst du lange warten, so schnell kommt die nicht da raus. Solange die Gäste reinströmen, muss sie wohl ranklotzen.“, sagte mein Mann. „Aber hier auf dem Hof ist es auch sehr schön … guck mal, alles mit Liebe arrangiert!“

„Bleib geduldig und warte …“, sagte die weise Eule zu mir. Natürlich habe ich auf sie gehört   😓

… und plötzlich öffnete sich die Tür zur Backstube und da stand sie: Kirsten Backfee von und zu Rührteig- und Tortenturm  –  abgekämpft, aber glücklich und zufrieden  😂

Es war schön, sie nach so langer Zeit mal wiederzusehen  😍