Adio del passato

Eine Arie, die mich nicht verlässt, seit ich „Das Lavendelzimmer“ gelesen habe. Und auch die Bilder dieses Videos greifen in meine Gedanken ein … lavendelblau. Ihre Stimme bedarf keiner Worte – wunderschön, wie auch der Text.

Lyrics:

Farewell, happy dreams of the past,
The rosiness in my cheeks has already gone pale;
The love of Alfredo I will miss,
Comfort, support my tired soul
Ah, the misguided desire to smile;
God pardon and accept me,
All is finished.

The joys, the sorrows soon will end,
The tomb confines all mortals!
Do not cry or place flowers at my grave,
Do not place a cross with my name to cover these bones!
Ah, the misguided desire to smile;
God pardon and accept me,
All is finished.

(Quelle: www. )

Ein tiefer Austausch

 

 

Wie wichtig dieser ist, habe ich bei Jorge Bucay gelesen. Er schreibt sehr ausführlich darüber.

Gerade gestern hatte ich wieder solch einen tiefen Austausch – mit meinem ICH. Dieser Austausch ist natürlich der tiefste, den ich immer wieder erlebe. Logisch, mein ICH kenne ich am besten und am längsten. Und mein ICH ist mir so vertraut, dass wir uns selbstverständlich duzen. Wir können uns alles sagen – sogar das Unangenehmste!

So wie gestern zum Beispiel, da fand dieser tiefe Austausch statt. Ich sass da und starrte sehnsuchtsvoll auf das Buch, das ich schon eine ganze Weile habe. Und da sagte mein ICH zu mir:

„Herrschaft, jetzt reiss dich aber zusammen! Das Buch ist Urlaubslektüre! Wenn du es jetzt liest, dann ärgerst du dich wieder, wenn du im Urlaub nichts Neues zu lesen hast! Du selbst hast dies so festgelegt, dir auferlegt!“

„Jaaaa,“ sagte ich, „menno, ich lese es ja nicht … nur mal kurz reinschauen, wie es so geschrieben ist. Nur mal kurz antippen, gleich da oben ist es. Siehst du’s? Jetzt sei doch nicht so streng mit mir“, entgegnete ich meinem ICH.

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Und ja, was soll ich sagen, ich hielt, was ich mir versprochen hatte. Ich tippte nur kurz mal an und begann zu lesen. Bis zur Stelle:

„Erinnerungen sind wie Wölfe. Du kannst sie nicht wegsperren und hoffen, dass sie dich ignorieren.“ 

… stimmt, das tun sie nicht, dachte ich.

„WEGSPERREN! Aber sofort!“, schrie mich mein ICH an.

Na ja, was sollte ich da tun … schweren Herzens tippte ich es weg. Es hat ja recht, mein ICH. Und bei ihm weiss ich ganz genau, dass es das ja gut mit mir meint.

Aber ich brüllte trotzdem zurück: „Is ja gut … ich lese es noch nicht. Aber dir ist hoffentlich bewusst, dass dann ein anderer klar im Vorteil ist, der es bereits gelesen hat und ich dann nicht mitreden kann!“

Tja, mein ICH …  es geht immer sehr tief und hält mich mit seiner dämlichen Vernunft von so manchem Vergnügen ab.