… und es wirkt ! :-)

Heute habe ich wieder eine Menge Fotos bekommen. Eines davon hat bei mir sofort einen Lachflash ausgelöst und ich rief meine Schwiegertochter an und fragte: „Was ist das?“

Sie fing auch sofort an zu lachen und erklärte es mir. Sie sagte: „Nachdem mir schon zwei teure Motoren vom Boot geklaut wurden, habe ich diesen Neuen mit einer „Diebstahlsicherung“ versehen. Ein wütender Stier !!! Und du wirst es nicht glauben, es wirkt! Bis jetzt hat keiner diesen Motor mitgehen lassen. „

Ja, meine Schweigertochter ist nicht nur eine sehr hübsche und intelligente Frau, sondern auch vielseitig talentiert. Sie hat u.a. wie ich und auch meine Enkelinnen Acrylfarbe im Blut ….. so wie es aussieht. 🙂

Jedenfalls ist das Boot nun topfit und meine Schwiegertochter kann raus auf´s Meer und schnorcheln, angeln und harpunieren.

… wenn sie nicht gerade meinen Enkelinnen mit Erfolg Schnorchel-Unterricht gibt. Meine kleine Ela (7 Jahre) schnorchelt jetzt schon im tiefen Wasser. Na kein Wunder, bei der Mama ….

…. ist das nicht süß? Wie eine Entenmama mit ihren Jungen 💞

Dem Meer ganz nah …

„Endlich wieder am Meer“ werde ich bald sagen können. Ich freue mich auf den Moment, wenn ich nach langer Zeit endlich wieder am Meer stehe. Besonders jetzt, wo die kommende Kaminzeit vor der Tür steht.

Dort wird es warm sein, sodass ich die Balkontür während der Nacht geöffnet lassen kann. Die Sterne werden dann zu mir hereinfunkeln und ich werde ganz still sein. Und …

Wenn ich ganz still bin

Wenn ich ganz still bin
kann ich von meinem bett aus
das meer rauschen hören
es genügt aber nicht ganz still zu sein
ich muss auch meine gedanken vom land abziehen

Es genügt nicht die gedanken vom festland abzuziehen
ich muss auch das atmen dem meer anpassen
weil ich beim einatmen weniger höre

Es genügt nicht den atem dem meer anzupassen
ich muss auch händen und füßen die ungeduld nehmen

Es genügt nicht hände und füße zu besänftigen
ich muss auch die bilder von mir weggeben

es genügt nicht die bilder wegzugeben
ich muss auch das müssen lassen

Es genügt nicht das müssen zu lassen
solange ich das ich nicht verlasse

Es genügt nicht das ich zu lassen
ich lerne das fallen

Es genügt nicht zu fallen
aber während ich falle
und mir entsinke
höre ich auf
das meer zu suchen
weil das meer nun
von der küste heraufgekommen
und in mein zimmer getreten
um mich ist

Wenn ich ganz still bin.

(ein wunderschönes Gedicht von Dorothee Sölle)

Dieser Augenblick …

… als das wundervolle, dunkle Blau des Meeres und der goldene Schein der Sonne sich in seinen Augen spiegelte, wurde das große Glück in seinem Gesicht sichtbar. Ihm war nun bewusst, dass er hier abschalten konnte.

Er nahm sich Zeit, um die ganze Schönheit dieser Insel und den Zauber des glitzernden Ozeans in sich einströmen lassen, wollte hier für eine Weile die Welt vergessen können und all das, was sie von ihm will … diese Gedanken zauberten ihm ein befreiendes Lachen ins Gesicht.

Dieser Augenblick, der erste Moment, als er überwältigt auf dem Balkon des Hotelzimmers saß und diese großartige Weite wahrnahm, wird für ihn unvergesslich bleiben. Ein beglückendes und großartiges Gefühl … und keine Sorge, Glück ist wie das Meer – die Wellen kommen auch immer wieder.

MEER

Wenn man ans Meer kommt
soll man zu schweigen beginnen
bei den letzten Grashalmen
soll man den Faden verlieren

und den Salzschaum
und das scharfe Zischen des Windes einatmen
und ausatmen
und wieder einatmen

Wenn man den Sand sägen hört
und das Schlurfen der kleinen Steine
in langen Wellen
soll man aufhören zu sollen
und nichts mehr wollen wollen nur Meer
Nur Meer.

(Erich Fried)