… aber genau das ist es, was ich jetzt nicht tun sollte. Nach meiner Wirbelsäulen-OP machte mir der Neurochirurg (ein ganz wundervoller Arzt, wie man ihn nur noch selten findet, aber das war mir schon schlagartig klar, als ich seinen Namen las: Dr. HESSE !! 🙂 ) … also er sagte zu mir: „Sie müssen jetzt viel liegen, nur in Massen laufen und so wenig wie möglich sitzen!“ . Klar, das versprach ich ihm, bevor ich anschliessend in die Reha-Klinik gefahren wurde.
Dort angekommen, nahm auch gleich das Schicksal die Sache mit dem „nicht sitzen!“ in die Hand – besonders das Sitzen am PC. Immer wenn ich eine Website aufrief, kam der Hinweis auf meinem Notebook: „Die Seite kann nicht angezeigt werden. Die aufgerufene Seite antwortet zu langsam!“ 
Kurzum, WLAN in dieser Gegend ist einfach besch….. !
Hmmm … aber was soll’s, dachte ich, da ist ja noch mein Smartphone mit Internetflat 🙂
Ich nahm es also in die Hand und SETZTE mich. Tja, was dieses dann zu sagen hatte, war: „Derzeit kein Internetzugang!“
Und das sagte es andauernd!
Gut, sagte ich mir vernünftigerweise, es soll nicht sein! Danach lief ich eben massvoll ans Kiosk im Klinikcafé und kaufte mir eine Zeitschrift … sie heisst „happinez“. Beim Laufen oder Liegen kann ich zwar nicht in den PC tippen, aber beim Laufen lesen ist machbar. So marschierte ich dann lesend im Foyer auf und ab. Dabei fand ich es wirklich sehr nett von den anderen Patienten, dass sie mir immer rechtzeitig aus dem Weg gingen, um Zusammenstösse zu vermeiden. 
Diese Zeitschrift hat mich sehr gefesselt, besonders ein Artikel, der ein „Alphabet des guten Denkens“ enthielt. Das wird mir auch noch die nächsten zwei Reha-Wochen helfen, dachte ich. Heute und morgen darf ich allerdings zuhause verbringen, um eine „Stille und Besinnliche Weihnacht“ geniessen zu können (darum sitze ich gerade ganz still vor’m PC … und wirklich nur extrem kurz!
), weil ich für mich und all diejenigen, welche daran interessiert sind, dieses „Alphabet des guten Denkens“ dokumentieren möchte … für alle Fälle und immer schnell aufrufbar … auch noch nach nach der Reha.
Anfänge wagen
Begeisterung zeigen
Contenance bewahren
Den nächsten respektieren
Einfach sein
Freude verschenken
Gern geben
Höher fliegen
Im Traum lachen
Jetzt einen Wunsch erfüllen
Kleine Glücksmomente geniessen
Lieben ohne Hintertür
Mut machen
Nichts tun, was man bereut
Ohne Angst sein
Pfade entdecken
Quälgeister vertreiben
Richtiges erkennen
Schönheit erschaffen
Treu bleiben
Uferlos denken
Versprechen einlösen
Wunder zulassen
X-mal Schönes wiederholen
Zufrieden bleiben
Dies ist eine Anregung, steht in dem Artikel und ich finde, eine sehr schöne.
So, jetzt bin ich aber lange genug gesessen und möchte euch allen ein wundervolles Weihnachtsfest wünschen. Und Zeit füreinander, um zusammen ein paar glückliche Stunden zu verbringen.
Und dann noch vielen lieben Dank an diejenigen, die so lieb an mich gedacht und mit geschrieben haben.