Der Zauber einer Winternacht

 

Tief verschneit, inmitten schneebedeckter Berge, liegt mein Winterdorf, in dem ich lebe.

Still blickt heute die Nacht durch mein Fenster, dehnt sich einnehmend in der klirrenden Kälte aus. Glitzernde Eiskristalle ummanteln schützend die nun fast leblosen Baumäste. Vereinzelt rieseln leichte Flocken funkelnd zu Boden, wenn ein leichter Windhauch die Zweige durchstreift. Absolutes Stillschweigen liegt über dem schlafenden Dorf.

In meinem Zimmer erhellt warmes Kerzenlicht den Raum. Durch eine spielerisch züngelnde Flamme hindurch nehme ich die Magie dieser märchenhaften Winternacht wahr.

„Macht eure Augen auf! Wollt ihr denn nicht auch all diese Schönheit sehen?“, rufen meine Gedanken hinaus in die sich ankündigende, dämmernde Morgenstunde. Doch meine Gedanken verklingen lautlos. Sie lösen sich restlos auf, wie der aufschwebende Rauch von den Hausdächern, der den warmen Stuben entflieht.

Ich rücke noch näher ans Fenster, staune über die filigranen, wunderhübschen Eisblumen, die an den Scheiben blühen. Ihre Blütenblätter greifen irisierend ineinander, finden wohl Gefallen an Berührung. „Wie alles Leben streben sie vielleicht auch nach Verbundenheit“, huscht es schwärmerisch und den Augenblick verzaubernd durch meine Gedanken.

Verträumt berausche ich mich an dieser unergründlichen, mystischen Winternacht, verharre im strahlenden Schein der mich umgebenden glänzenden Schneehänge. Meine Augen folgen mit gebanntem Blick den Rauchelfen, die von den Hausdächern aus zum sternenübersäten, nachtschwarzen Himmel emporstreben.
Wunschlos glücklich koste ich diese heimeligen Momente aus, bis sich die Nebelschleier während der Morgendämmerung von den Schneegipfeln der Berge lösen.

Eine wohltuende Seelenruhe erfüllt mich nun auf dem Weg in den Alltag – mein Winterdorf erwacht.

Die Eisdecke auf der Strasse knirscht mit durchdringenden Seufzern, während ein Räumfahrzeug den Neuschnee zur Seite schiebt. Ein Nachbar befreit sein Fahrzeug von der Schneedecke und schüttelt missmutig den Kopf, während ich immer noch meiner märchenhaften Winternacht nachträume ….

Quando l’amore diventa poesia … poetisch geht der Tag zu Ende 😊

Aphrodite’s Child war eine griechische Progressive-Rock-Band, die von 1968 bis 1972 existierte.
Und …  Aphrodite’s Child sang auch italienisch. Das geht unter die Haut.

Wenn die Liebe Poesie wird – „Quando l’amore diventa poesia“ … wunder-wunderschön und endlos traurig! Da schmilzt doch auch das kälteste Herz dahin.

Lyrics:
I sing… and my love to you turns into poetry
My voice this evening will be a tear drop of nostalgy
I will never ask why did you go away from me
I understand very well everything you do…

I love you… and I want to cry it aloud
but the voice of the soul sings quietly,you know…
I love you… and I want to cry it aloud
but tonight I’d remain silent
because otherwise I’d weep.

I sing… and my love pangs turn into a melody
I’m still crying for you though it’s a foolish thing
I do not ask you Why you are no longer mine
I understand very well everything you do…

I love you… and I want to cry it aloud
but the voice of the soul sings quietly,you know…
I love you… and I want to cry it aloud
but tonight I’d remain silent
because otherwise I’d weep.

Lustvoll formen feinfühlige Hände

 

Mutter Erde schenkte ihm kürzlich Ton
Und die Gedanken des Künstlers
Wir ahnen es schon

Augenblicklich wollen seine Hände formen
Kunstvoll modellieren
ohne Anleitung und auch ohne Normen

Eine anmutige Figur entkeimt seiner regen Phantasie
Und entfaltet sich vor seinem inneren Auge
Ein reales Modell? – er ist Künstler!  – das benötigt er nie

Behutsam gleiten seine Finger über das feuchte Material
Die erdige Skulptur nimmt graziöse Formen an
Vollkommenheit blüht auf – schaut nur, das Werk ist genial!

Text und Gemälde © chrinolo