Auf jeden Fall gut beschützt

Ähnlich wie Buddha von der Kobra beschützt wird, zeigt sich dieser Glaube universell in unterschiedlichen spirituellen Bildern. Ob Engel oder andere schützende Wesen – sie symbolisieren den menschlichen Wunsch nach Geborgenheit und Unterstützung in einer oft unberechenbaren Welt. Gerade in turbulenten Zeiten kann dieser Glaube Kraft schenken und das Gefühl vermitteln, nie allein zu sein. So wird der Schutzengel zu einem wertvollen Begleiter auf unserem Lebensweg.

Gemälde und Text © chrinolo

Früher, wenn meine Großmutter nach einem kleinen „Missgeschick“ sagte: „Heute hattest du wieder einen guten Schutzengel“, vermittelte sie mir nicht nur Sicherheit, sondern auch Hoffnung und Zuversicht. Diese kindliche Gewissheit, dass jemand über uns wacht, schafft eine emotionale Verbindung, die Ängste lindert und Vertrauen fördert. So lässt es sich leichter leben.

Engel verkörpern seit jeher die Vorstellung eines übernatürlichen Schutzes, der uns in schwierigen Momenten beisteht. In vielen Kulturen gelten sie als Boten des Göttlichen, die uns behüten und leiten – eine Vorstellung, die besonders im Kindheitsalter Trost spenden kann.

Indem wir diese Vorstellung pflegen, stärken wir nicht nur unseren Geist, sondern auch unsere Fähigkeit, Herausforderungen mit Zuversicht zu begegnen und aus ihnen zu lernen. So bleibt der Schutzengel nicht nur ein kindlicher Trost, sondern wird zu einem lebenslangen Begleiter auf unserem individuellen Weg.

Gemälde und Text © chrinolo

Er hilft auch, wenn man nicht an ihn glaubt …

 

Heute schaute mir mein Mann kurz über die Schulter, während ich malte. „Was malst DU denn da?“, fragte er. Ich sagte, dass es ein Bild für Sylvia sei und erzählte ihm, dass sie nun wieder Laufen lernen muss, wie ich letztes Jahr nach der OP. Es war damals sehr anstrengend. Und weil ich mich da gut einfühlen kann, weiß ich, welche Gefahren da lauern. Also, dachte ich, ein Schutzengel kann da auf keinen Fall schaden und nahm mal vorsorglich mit ihrem Schutzengel Kontakt auf (in Gedanken).

„Das ist ja alles recht und gut, aber was wird sie dazu sagen? Glaubt sie denn an Schutzengel?“, erwiderte mein Mann.
„Ich weiß es nicht“, antwortete ich, „aber ich halte es da wie Niels Bohr.“
Dieser erzählte:

In der nähe unseres Ferienhauses in Tisvilde wohnt ein Mann, der hat über der Eingangstür seines Hauses ein Hufeisen angebracht, das nach einem alten Volksglauben Glück bringen soll. Als ein Bekannter ihn fragte: „Aber bist du denn so abergläubisch? Glaubst du wirklich, dass das Hufeisen dir Glück bringt?“, antwortet er: „Natürlich nicht; aber man sagt, dass es auch dann hilft, wenn man nicht daran glaubt.“
Niels Bohr

Also, es kann niemals verkehrt sein, einen Schutzengel zu bitten, einem Menschen zu helfen … so denke ich!