Von Angel und anderen Wesen …

“ there once was an angel with a broken wing
reaching out for help no-one could give
all her shattered hopes and dreams in pieces on the ground
but she still had the strength to live ….“

Den ganzen Song-Text findet ihr hier: https://wolfgangdannyweber.wordpress.com/2019/09/05/angel/

Solch einen traurigen Engel mit gebrochenem Flügel fand ich am Wochenende hier, beim Hotel Langenwaldsee in Freudenstadt. Zufällig? Naja, ich hatte kurz zuvor den Song-Text im Blog gelesen und bei seinem Anblick fielen mir diese Worte wieder ein :

But:

„there were friends around who cared, they found her just in time
and they brought her back to life
now she lives and learns to fight the darkness in her heart
and I´m sure that someday soon again she´ll find
that she can fly

angel“

Schön, wenn da immer jemand ist, der sich sorgt und zeigt, wie schön das Leben sein kann …

Ein zauberhaftes Beispiel dafür ist etwa dies: Genieße die Zeit zu zweit im romantischen Ambiente des Hotels Langenwaldsee. Laß´ die Seele baumeln und die Gedanken bei einem Spaziergang durch den wildromantischen Schwarzwald schweifen.

Mache deinem Partner eine Freude mit sinnlichen Wellnesserlebnissen, u.a. einem herrlichen Bad in der Yin-Yang-Badewanne – das Wasser umspielt zwei Körper mit feinem Champagner-Effekt, farbiges Licht und wohlige Klänge ergänzen das besondere Badeerlebnis. Und anschließend folgt dann eine ayurvedische Paarmassage für zwei – man fühlt zeitgleich die wohltuenden Berührungen, wenn hochwertiges, duftendes Öl einmassiert wird. Hierbei kann die Seele so richtig baumeln und sich schließlich einstimmen für das krönende Highlight: das Candle-Light-Dinner mit Kulinarik vom Feinsten.

Jaaaa, mache deinem Partner damit eine Freude, dachte ich mir. Und ein guter Zeitpunkt dafür ist natürlich sein Geburtstag  😊

Und was soll ich sagen: meine Überraschung ist bombastisch angekommen – er war happy 💝 Wir hatten wunderschöne Tage, „Wir Zwei Am See“ 😄

So, und nun muss ich halt wieder Koffer auspacken und Wäsche waschen …. aber schön war´s ! 😍

Möwe müsste man sein …

 

….. „wenn du es eilig hast, schreite langsam“, sagt ein chinesisches Sprichwort. Und das tat sie auch, jeden Morgen … jeden!

„Guten Morgen, lieber Vogel!“, begrüßte ich sie. Erhaben schritt sie weiter, auf und ab, während ich mein köstliches und ausgedehntes Frühstück auf der Terrasse genoss.

Sie hielt neben meinem Tisch auch kurz mal inne, damit ich sie in ihrer ganzen Schönheit bewundern konnte – na ja, zumindest das, was man von ihr zwischen Kaktus und Keramik-Eule sehen konnte.

„Ach ja, Möwe müsste man sein!“, seufzte ich ihr zu und sie erhob sich.

Während sie dann ihre Federn ordnete, zitierte sie (in meinen Gedanken):

„Jonathan seufzte und sah über das Meer hinaus.
“Du brauchst mich nicht mehr. Was Du brauchst ist Selbstvertrauen.
Finde zu Dir selbst, täglich ein wenig mehr.
Finde die wahre, unbegrenzt freie Möwe Fletcher.“

Aus „Die Möwe Jonathan – Orig.Jonathan Livingston Seagull Richard Bach“

 

Dann flog sie davon. Aber ich wusste, am nächsten Morgen würde ich sie wieder begrüßen dürfen, weil ich sie ja noch brauchte     🙂

 

Die Gelegenheit

Damals schrieb er:

„Da es aber meine Absicht ist, etwas Nützliches für den zu schreiben, der es versteht, schien es mir angemessener, der Wirklichkeit der Dinge nachzugehen als den bloßen Vorstellungen über sie.“    ….   (ll Principe, Kap. XV)

Kurz gesagt: ich lese mal wieder ein bisschen in Machiavellis Schriften. In seiner Denkweise (sie bezieht sich auf die Zeit, in der er lebte!) ist manch interessanter Ansatz, z.B. wie Menschen ticken – in den verschiedensten Bereichen.

Besonders gefallen hat mir schon vor Jahren dies:

„Wer bist du, die du keine sterbliche Frau zu sein scheinst und die der Himmel mit so viel Anmut schmückte? Warum stehst du nicht still? Warum hast du Flügel an den Füßen?“

„Ich bin die Gelegenheit, wenigen bin ich bekannt, und die Ursache dafür, dass ich mich immer bewege, ist, dass ich einen Fuß auf einem Rad halte. Es gibt keinen Flug, der meinem Lauf gleicht, und doch behalte ich Flügel an den Füßen, um in meinem Lauf jeden zu verblenden.

Mein wirres Haar ist nach vorn gewendet, mit ihm bedecke ich mir Brust und Gesicht, damit mich niemand erkennt, wenn ich komme. Am Hinterkopf bin ich kahl. Darum bemüht man sich vergeblich, wenn ich vorüberziehe oder mich umkehre.“

„Sag mir, wer ist die, die mit dir kommt?“

„Es ist die Reue. Darum merke und begreife: Wer mich nicht zu greifen versteht, fasst jene. Und während du redend die Zeit verschwendest, beschäftigt mit vielen eitlen Gedanken, siehst du Armer nicht und begreifst nicht, dass ich dir entschwunden bin.“

(Machiavelli, „Die Gelegenheit“)

Hat es es nicht wundervoll erklärt? Vor ca. 4 Jahren habe ich es zuletzt gelesen und mir dazu notiert: „Man kann darüber streiten, ob es in „unverhofften“ Situationen von Vorteil ist, das Ganze erstmal überdenkend auszusitzen. Ich jedenfalls gehöre zu den Leuten, die eher wenig sitzen, sondern versuchen, sobald sich die Gelegenheit bietet, schnellstmöglich Nägel mit Köpfen zu machen (auf die Gefahr hin, dass Irrtum möglich sein könnte). Erfahrung hilft dabei und viel Erfahrung hat derjenige, der sich schon oft geirrt hat, das ist meine Erfahrung.

In Wikipedia wird es übrigens so erklärt:

„Eine Gelegenheit bezeichnet die Möglichkeit, ein bestimmtes Ereignis wahrzunehmen, das unter anderen Umständen oder zu anderen Zeitpunkten mit Nachteilen verbunden oder gar nicht mehr wahrnehmbar ist. Typisch bei diesem Begriff ist der seltene Charakter, den das in Kontext beschriebene Ereignis mit sich bringt.

Eine geläufige Redewendung lautet „Die Gelegenheit ist günstig“, was den einmaligen oder seltenen Augenblick des angepeilten Ereignisses weiter hervorhebt und somit häufig in der Werbebranche Verwendung findet.“

Jedenfalls war es Machiavelli vollkommen klar, wie wichtig es ist, Gelegenheiten nicht verstreichen zu lassen …