Es ist hauptsächlich der Klang der Stimme …

 

… denn die Stimme ist das Höchste
und erhebt sich über das geschriebene Wort
Sie spricht die Herzen an!

Ich hatte eine Dokumentation gesehen, in welcher drei Heldinnen erst die Literatur und später die Musik des 19. Jahrhunderts revolutionierten:

https://www.arte.tv/de/videos/077336-000-A/carmen-violetta-mimi-romantisch-und-fatal/

Ich schließe die Augen und höre ihrer schönen Stimme zu.

„Liebe ist wie ein wilder Vogel / Wer den will zähmen / Hat es schwer… „.

Unglaublich, wie dies gerade mein Herz anspricht, denn ich sehe nun einen Vogel und höre, wie er genau diese Melodie mittrillert. Es war der Wellensittich „Bubi“ meiner geliebten Großmutter.
Sobald sie das Geschirr nach dem Mittagessen abgewaschen hatte, klappte sie den Deckel ihrer alten Musiktruhe hoch und legte eine Schallplatte auf.

„Carmen“ und speziell diese Arie „Habanera“ erklang- sie liebte diese Klänge und die wunderschöne Stimme, die nicht nur ihr Herz, sondern offensichtlich auch das Herz ihres Vogels „Bubi“ ansprach:

„Glaubst den Vogel du schon gefangen
Ein Flügelschlag entführt ihn dir;
Liebe lässt dich vergebens bangen
Doch bangst du nicht mehr
Ist sie hier.“ ….

Wie schön waren diese Momente, wenn die Küche – ja, die Musiktruhe stand in ihrer Küche, denn sie umgab sich gerne mit Stimmen und Klängen – in den Klangvibrationen leicht erbebte. Alle fühlten sich wohl und gaben sich diesem Zauber hin.

Und der Klang all dieser Stimmen verriet beim Zuhören den Zustand unserer Seelen.

Carmen-Habanera

Liebe ist wie ein wilder Vogel
Wer den will zähmen
Hat es schwer
Ganz umsonst wirst du nach ihm rufen
Wenn er nicht will
Kommt er nicht her.

Nichts zu wollen mit Drohn und Bitten
Kein Schmeicheln hilft und keine Wut
Grad der and’re ist gern gelitten
Obwohl er schweigt
Bin ich ihm gut.

Ja,gut
Ja,gut
Ja,gut
Nur Mut

Die Liebe gleicht Zigeunerart
Für sie ist keinerlei Gesetz gemacht
Auch wenn du mich nicht liebst:
Ich lieb‘ dich
Und lieb‘ ich dich

Nimm dich in acht!
Auch wenn du mich nicht liebst
Auch wenn du mich nicht liebst:
Ich lieb dich!
Und wenn ich liebe
Wirklich liebe
Gib acht auf dich!

Glaubst den Vogel du schon gefangen
Ein Flügelschlag entführt ihn dir;
Liebe lässt dich vergebens bangen
Doch bangst du nicht mehr
Ist sie hier.
Sie umkreist dich zu allen Stunden

Sie naht
Entflieht
Naht wieder sich;
Die du halten willst ist verschwunden
Und eh du sie hast
Hat sie dich!

Auch du
Ja,du
Grad du
Hör zu

Die Liebe gleicht Zigeunerart
Für sie ist keinerlei Gesetz gemacht;
Auch wenn du mich nicht liebst:
Ich lieb dich
Und lieb ich dich

Nimm dich in acht!
Auch wenn du mich nicht liebst
Auch wenn du mich nicht liebst:
Ich lieb dich!
Und wenn ich liebe
Wirklich liebe
Gib acht auf dich!

( https://lyricstranslate.com )

Freude und Leid liegen oft sehr nahe beieinander …

 

Ich kam von einer schönen Reise zurück und er hat währenddessen seine letzte Reise angetreten. Es macht mich im Moment unendlich traurig.

Gerade habe ich gelesen:

„Wolfsmutter Marion Ebel trauert sehr um Scott. „Er hat die Welt geliebt und mir in dunklen und hellen Zeiten seine Liebe, Vertrauen und Freundschaft geschenkt. Ich vermisse sein unverdorbenes Wesen und seine vorurteilsfreie Lebensart. Ruhe in Frieden mein wunderschöner Wolf! Ich werde dich immer vermissen.“
( https://www.hanauer.de/ha_50_111727195-29-_Wildpark-Alte-Fasanerie-Polarwolf-Scott-gestorben.html )

 

Er ist nun wieder bei seinem Rudel, dieser unvergleichliche legendäre Anführer.

Ja, es macht mich sehr, sehr traurig … es ist nicht lange her, da schrieb ich :
https://seelenglimmern.com/2018/10/21/noch-eine-kleine-hessenreise-in-diesem-jahr/

So ist dein Lebensplan
Scott, lieber alter Wolf,
Ich fühle in meinem Herzen
So starke Abschiedsschmerzen ….

Ich will wieder abrentnern – und zwar sofort! 😒

 

„So kann man es aushalten“, dachte ich, während ich entspannt über das herrlich blaue Meer blickte. Plötzlich blitzte ein Wort in meinen Gedanken auf und ein breites Grinsen legte sich auf mein Gesicht.

„Wieso lächelst du so verschmitzt?“, wurde ich gefragt. „Na, weil ich jetzt abrentnern kann!“, antwortete ich und musste lachen. „Abrentnern???“, rief er entgeistert aus 😲

Mir fiel wieder alles ein, denn das Buch klappte sich vor meinem inneren Auge auf.

„Abrentnern“ – was für ein Wort! 😀 Ich las in „Fuckin Sushi“ und lachte. Diesen kleinen Textauszug muss ich hier einfach wiederholen:

„Ist das eigentlich normal, dass ich so oft ans Abrentnern denke?“ fragte ich René. „An eine einsame Insel mit Hängematte, um mich herum das Meer, Schildkröten und Affen. Ich bin doch noch viel zu jung.“
„Quatsch“, antwortete René. „Du bist im genau richtigen Alter. Was nützt dir das Abrentnern denn, wenn du alt und krank bist, nichts mehr siehst und im Rollstuhl hockst?“
„Oder Krebs hast oder einen Schlaganfall bekommst“, sagte ich leise. „Oder einen Herzinfarkt“, ergänzte René. „Das ist ja das Perverse. dass du gar nicht weißt, ob du es bis zur Rente überhaupt schaffst.“
„Und ob es dann noch Rente gibt“, sagte ich. René nickte. „Eigentlich müsste man mit dem Abrentnern viel früher anfangen“, schlug er vor. „Nicht erst mit siebzig Jahren, sondern schon mit zwanzig.“
„Direkt nach der Schule“, sagte ich. „Als fließender Übergang.“
„Genau“, nickte er. „Was spricht überhaupt dagegen?“

Wer mehr über dieses Buch wissen möchte, hier: https://seelenglimmern.com/literatur-buecher-die-ich-lese/fuckin-sushimarc-degens/

Nun, zwanzig bin ich nicht mehr, aber ich habe es immerhin noch vor siebzig geschafft. Und wie schön ist doch dieses Abrentnern auf einer Insel an einem schönen Plätzchen – im Roubini, Agamemnonos, Mavros Molos BeachKissamos, Crete 73400, Greece            ( https://www.facebook.com/Roubini-Beach-1594746904106145/?ref=page_internal ):

 

 

 

 

 

 

Außer der Herzlichkeit, mit der dort Gäste empfangen und sehr zuvorkommend umsorgt werden, gab es dort „Superb Pork Souvlaki“ – wirklich! Die Besten, die ich auf Kreta gegessen habe (gleich mehrmals – aber selbstverständlich nicht alle auf einmal, sondern an verschiedenen Tagen  😉 )

Danach gab es auf Kosten des Hauses (oder weil es einfach dazu gehört) ein kleines Limonen-Dessert:

 

… und Rakı [ˈrakɯ], ein türkisches Nationalgetränk, aus Weintrauben oder Rosinen gebrannter Anisée mit Anissamen zur Aromatisierung. Boahhh, war das lecker. Dass  mir das schmeckte, hat mein Mann gleich bemerkt und schenkte lächelnd nach:

Das herrliche Gefühl von „Oh Happy Day“ und „What a Wonderful World“ lies sich nicht mehr unterdrücken  😂

Es war einfach nur schön und das wurde vom netten Mitarbeiter des Roubini auch sogleich fotografisch festgehalten 😄

Ach ja, wie sehr wünschte ich mir jetzt, dort zu sein …..