„Wenn die Nacht hereinbricht und das Land dunkel ist“ – Musik als Trost in düsteren Zeiten

Die Nachrichtenlage kann oft düster sein und mich mit Sorgen und Ängsten belasten. In solchen Momenten finde ich Trost und Ruhe in der Musik. So wie gerade eben, als ich die Nachrichten im TV ansah und dabei an die Bundestagswahl 2025 erinnert wurde. Ich schaltete wieder ab und suchte mir Musik.

Ich weiß nicht warum (es gibt keine Zufälle!!!), aber mir begegnete sogleich ein Song, der mich sofort an den begnadeten Sänger Ben E. King erinnerte. Er hatte mit seinem berühmten Song „Stand By Me“ Generationen von Menschen berührt und tut es immer noch. Sein plötzlicher Tod im Jahr 2015 war ein großer Verlust, doch sein Vermächtnis lebt weiter in den vielen Cover-Versionen seines Liedes.

Besonders die Interpretation von Music Travel Love berührt mein Herz und erinnert mich daran, dass Musik eine universelle Sprache ist, die uns in schweren Zeiten zusammenführt. Gerade in Momenten des Rückzugs und der Reflexion entdecken wir oft neue Facetten der Musik, die uns direkt ins Herz treffen. Die Melodien entfalten eine wohltuende Kraft, die uns nicht nur mit Erinnerungen verbindet, sondern auch dazu anregt, neue Perspektiven zu finden.

Vielleicht ist es die Art und Weise, wie ein bestimmter Beat ein Gefühl von Hoffnung weckt oder wie die Stimme eines Sängers uns das Gefühl gibt, nicht allein zu sein. Ich erinnere mich an Zeiten, in denen ich durch verschiedene Genres gereist bin – von der souligen Leidenschaft eines Marvin Gaye bis hin zu den beruhigenden Klängen eines Ludovico Einaudi – und jede Note hat mir Trost gespendet. Diese Entdeckungsreise der Klänge lehrt uns, dass jeder Künstler eine Geschichte erzählt, die uns trösten und inspirieren kann. So bleibt uns die Musikwelt stets offen, als ein Raum für Heilung und Gemeinschaft.

Gerade in einer Welt voller Unsicherheiten und Herausforderungen ist es wichtig, sich an die Kraft der Musik zu erinnern, die uns Trost spenden und Hoffnung schenken kann. Möge die Musik von Künstlern wie Ben E. King uns auch weiterhin durch dunkle Zeiten begleiten und uns daran erinnern, dass wir gemeinsam stark sind.

Text © chrinolo

„Gott steh ihnen bei!“

„Gott steh ihnen bei!“, denke ich entsetzt beim Anblick der Satellitenbilder heute morgen. Ein 64 km Militärkonvoi bewegt sich auf Kiew zu. Was wird jetzt passieren?

Ich lese in einem Interview ( https://www.deutschlandfunk.de/historiker-schloegel-nennt-putin-wirklichkeitsfremd-100.html ), was Karl Schlögel zu diesem ganzen Elend sagt:

„Und ich glaube nicht, dass Putin aus dieser Geschichte herauskommt – wie immer er das jetzt noch eingrenzen und unter Kontrolle behalten will. Er hat ja in dieser zweiten Rede, in der Nacht vor dem Angriff eine ungeheure Ausführung gemacht, also diese Ausführung: „Wer immer sich jetzt in der Ukraine einmischt oder sich irgendwie beteiligt, dem werden wir etwas zeigen, was die Welt noch nie gesehen hat.“ Und ich bin der Überzeugung, dass er weitergehen wird. Also, dass man sich darauf gefasst machen muss, dass noch andere Dinge passieren werden.

Und ich möchte nur sagen, dass der Kampf on the ground stattfindet, wo es jetzt bereits Dutzende und Hunderte von Toten und schwere Zerstörung gibt, dass dieser Krieg nicht sozusagen nur als Blitzkrieg, wie er sich den gedacht hat, mit chirurgischen Zugriffen erledigen lässt, sondern dass die Ukraine – das muss man sagen – den Kampf führen wird, in dem sie alleingelassen sind von den Europäern. Deswegen wird diese Rechnung nicht so aufgehen und wir müssen uns auf schreckliche Dinge gefasst machen. Ich wage nicht zu sagen, was passieren wird, wenn sich der russische Einsatz, weil sie eben nicht vorankommen, radikalisiert.“

Es scheint so, als ginge Putin weiter und dass wir uns gefasst machen müssten, auf die Dinge die nun noch passieren.

Die Menschen in der Ukraine befinden sich in einem Trauma, erleben, wie Panzer durch die Innenhöfe ihrer Wohnblocks rollen. Sie werden durch Schüsse und Sirenen geweckt … und in düsteren Bunkern erblicken Neugeborene das Licht der Welt.

„Gott steh ihnen bei!“, denke ich.

Veränderung! Ich ringe mit fehlender Zeit …

 

… und dennoch, Seelenglimmern ist noch da.

Seelenglimmern …

Stets fühle ich ein friedliches Glimmern
Erspüre Gefühle, die sonst in der Seele verkümmern
Oft leuchten sie golden und manchmal feuerrot
Beim leisesten Erbeben, steigen sie auf zum Schlot

Bengalische Blitze sprühen dann lichtblau in die Sinne
Gedankenfunken – höchste Zeit, dass ich zu Malen beginne
Durch den führenden Arm in die erglühende Hand
Werden fantastische Bilder auf die Leinwand gebannt

Zunächst fließen Farben in aller Stille
Erreichen jedes Fleckchen, jede strukturierte Rille
Leise Musik erklingt dann darauf
Bei ihren Klängen blühen nicht nur meine Farben auf

Am Anfang ertönt ein hellblauer Himmel
dem folgt das reinste Farbgetümmel
und Feuer fließt plötzlich vom schwarzen Vulkan
Gelbverträumt zünde ich ein paar Sterne an.

Unaufhaltsam fließen Farben, wie Feuerströme vom Vulkan
Ganz wird er nie erlöschen, neue Beben fachen ihn an
Und kurz nur ruhet mein Feuergeist
Bald wird er wieder von „Seelenglimmern“ gespeist.

Letztendlich gibt mir mein Gemälde den erhofften Kick
„Du gefällst mir!“, sage ich mit liebendem Blick
Leidenschaften und Geschichten – im Bild vereint
Bin gespannt, was der Betrachter dazu meint.

© chrinolo – in Zusammenarbeit mit Danny

Im Laufe meines Lebens habe ich schon viel geschafft und geschaffen. Von Veränderungen habe ich mich dabei nie bremsen lassen, sie gehören zum Leben.

Derzeit treffe ich wieder Vorbereitungen … später darüber mehr. Um die Zeit zu überbrücken, hier was zum Gucken: