Gute Literatur habe ich. Sonne auch, sie wirkt heute ganz besonders auf’s Gehirn ein … fürchte ich. Vielleicht hätte ich doch besser den Sonnenschirm aufspannen sollen. Aber ich war so gespannt auf die neue Ausgabe Nr.7 von „Gehirn und Geist“ – alles Themen die mich interessieren 😀
Jetzt habe ich halt schon mal ohne Sonnenschirm quergelesen und einiges ist offensichtlich doch hängengeblieben. Ich erinnere mich jetzt auch wieder an die Themen (es gibt natürlich mehr, aber an diese erinnere ich mich besonders):
– Sprache, der Weg zum ersten Wort
– Emotionen regulieren
– Erinnerungen löschen
– Menschenrechte für Tiere
Da gibt es wieder eine Menge zu lernen! Zum Beispiel:
– „Wenn Kinder anfangen zu reden, kommen Eltern aus dem Staunen nicht heraus.“
…. nun ja, wenn ich anfange zu reden, kommen auch so manche aus dem Staunen nicht heraus – das bekomme ich jedenfalls immer wieder zu hören 🙄
– „Die eigenen Emotionen zu regulieren, bedeutet keineswegs immer, sie zu dämpfen. Manchmal ist es sogar besser, sie andere spüren zu lassen – und will man mit anderen, ob Kollegen, Nachbarn oder Freunden, gut auskommen, ist es mitunter hilfreich, seinem Unmut Luft zu machen. Gefühle sind schließlich kein unnützer Ballast, sondern wertvolle Wegweiser im Alltag.“
… Aha! Dem kann ich doch nur zustimmen. Und da steht noch: „Hier stoßen wir allerdings an enge Grenzen: Zum einen ist es unmöglich, allgemein gültige Empfehlungen darüber zu geben,
wann man wie am besten seine Emotionen steuert. Unser Gefühlshaushalt unterliegt dafür zu
vielfältigen Einflüssen und persönlichen Vorlieben.“ Und nicht zu vergessen: „Ein rein kognitiver Ansatz, also der Versuch, allein durch Einsicht und Nachdenken etwas zu ändern, ist zum Scheitern verurteilt. Das unterschätzen viele.“, habe ich gelesen. Nein, Emotionen regulieren geht anders, aber es geht! Und dabei hilft nur üben, üben, üben … wie es genau geht, lese ich dann später genauer nach. Es kann in meinem Fall nicht schaden.
– Erinnerungen zu löschen soll in naher Zukunft auch möglich sein – besonders die negativen und gefälschten. Ja wirklich, bei Mäusen klappt das schon. Da ist zu lesen:
„Laut Hebb repräsentiert jedes Neuron der Großhirnrinde bestimmte Merkmale unserer Umwelt. Es feuert, sobald diese Merkmale dort auftauchen. Da jede Hirnzelle mit vielen anderen durch Synapsen verknüpft ist, vermutete Hebb, dass Erinnerungen durch Zusammenschlüsse von Neuronengruppen kodiert werden. Wenn zwei miteinander verknüpfte Neurone gleichzeitig aktiv sind, festigt das ihre synaptische Verbindung. Oder wie Hebb es formulierte: Neurone, die zusammen feuern, vernetzen sich (englisch: »Cells that fire together, wire together«). Was heißt das?“
… also im Artikel wird das sehr verständlich erklärt, soweit ich mich erinnere. Für mich hört sich dieses »Cells that fire together, wire together« jedenfalls sehr gut an und irgendwie auch schön, finde ich … 😀
– „Das Kalb muss bei der Kuh bleiben!“
… hmmm, also das ist ein etwas heikles Thema. Damit werde ich mich auch eingehend beschäftigen, wenn mir alles andere da oben klar geworden ist und wenn ich weiss, wie ich meine Emotionen zu regeln habe … das mit dem Kalb und der Kuh kann ja ohne weiteres eine ganze Emotionsflut in mir auslösen. Darum ist das mit den Emotionen sicher auch Hauptthema im Heft. Mir scheint, das ist alles gut durchdacht … :yes:
Ich werde jetzt mal den Sonnenschirm aufspannen und weiterlesen bis das angesagte Unwetter hier eintrifft 🙄
p.s. ach ja, wen es interessiert: für das Heft gibt es einen Download für 5,99 EUR