Es liest sich gut, das neue Buch von Matthias Horx. Und „Zukunft wagen“ passt auch jetzt gerade zum Jahresende, dachte ich.
Er schreibt über Angst und wie man mit ihr umgehen sollte – Angst, die es zu überwinden gilt. Und er hält viel vom Vertrauen.
„Der Kern des skandinavischen Wohlstandsgeheimnisses liegt in einer kostbaren, sich selbst vermehrenden Ressource: Vertrauen.“ […]
„Vertrauen ist kein Wert, sondern ein Verhaltensmodus. Wer vertraut, gibt einen Vorschuss, der das soziale Kapital vermehrt. Wer vertraut, gibt etwas und bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas zurück. Vertrauen ist also ein enorm wichtiges, unsichtbares Produktivkapital. Man muss nicht mühsam alles ausverhandeln, kontrollieren, absichern, argwöhnisch beäugen. Die Fortschrittsynthese, die Spirale in die Komplexität, entsteht so viel leichter.
Vertrauen hat allerdings auch einen entscheidenden Nachteil: Es ermöglicht dem Bösen raschen Zutritt.“
Wie gut, dass er es erwähnt und erläutert, denke ich. Und natürlich spricht er auch vom Wolf, der dort am besten Schafe reissen kann, wo Schafe wenig Grund zur Angst haben ….
Zuerst hat man Angst, verständlicherweise. Dann kommt die Phase, in der man die Angst überwindet, weil der Wolf natürlich die arglistige Täuschung beherrscht. Schlau suggeriert er sein: „Vertrau mir!“.
Und wie das Ganze dann ausgeht, ist vorhersehbar. Dabei haben wir es meistens vorher geahnt und dabei bereits die Angst gespürt – instinktiv! Unsere Urahnen lassen grüssen.
Aber Matthias Horx belehrt uns in seinem Buch „Über den klugen Umgang mit dem Unvorhersehbaren“ !
Und nein, ich habe keine Angst vor der Zukunft. Trotzdem lese ich jetzt in dem Buch weiter … 🙂
Super. Trifft meinem Empfinden nach genau unser momentanes Zeitempfinden und zeigt Auswege.