Vorsicht: hochgiftig !

… und sie erinnern mich auch ein bisschen an uns Menschen. Bevor sich Netzmuränen fortpflanzen, führen sie eine Art Balz auf: Männchen und Weibchen richten ihren Körper gegeneinander in die Höhe und reißen ihr Maul weit auf …. 😉

Ich habe sie mir wieder im Vivarium in Karlsruhe angeschaut. Es sind wahre Kraftpakete und sie können bis zu 300 cm gross werden. Gefährlich sind Netzmuränen aber vor allem, weil sie in der Mundschleimhaut Drüsen besitzen, die ein giftiges Sekret abgeben. Außerdem ist ihr Blut sehr giftig.

Nun ja, ich esse Fisch eher selten und Netzmuränen gar nie! Aber ich schaue ihnen gerne zu, wenn sie sich in ihren Felsspalten und Höhlen rumschlängeln:

Hier gibt es noch Interessantes über sie zu lesen: http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/2011/zaertliche-muraenen-beim-paarungstanz-100.html

Aber ich habe mir noch einen weitaus giftigeren Gesellen angeschaut. Natürlich habe ich durch die Scheibe hindurch versucht, ihn ein bisschen zu „bedrohen“, aber das hat ihm nicht im geringsten imponiert – der dachte überhaupt nicht daran, sich für mich wenigstens ein Mal aufzublasen. Ach je, ich muss unbedingt üben, noch schrecklicher zu sein. Nur Schreckliche sind da offensichtlich erfolgreich :

Dieser Bursche frisst u.a. Einsiedlerkrebse, Fangschreckenkrebse, Garnelen, Muscheln und auch menschliche Zeigefinger, wenn man ihm diesen hinhält – das könnt ihr gerne testen, wenn ihr das nicht glaubt. Er hat einen schnabelähnlichen Beißapparat, der aus zu Zahnleisten verwachsenen Zähnen besteht, je zwei Zahnleisten oben und unten. Hierauf bezieht sich auch die wissenschaftliche Namensgebung: Tetraodontidae = Vierzähner.

Was vielleicht noch zu erwähnen wäre: der Kerl schwimmt nackt im Wasser rum (die Schuppen sind zu kleinen Stacheln reduziert)

La Mujer de las Palmas

 

Ein weiteres Highlight der Sonderausstellung „Amerika nach dem Eis“ war für mich „Die Dame von Las Palmas“. Sie ist über 11000 Jahre alt. Gefunden wurde sie in einem Cenote bei Tulum in Mexiko (Cenote = ein dolinenartiges Kalksteinloch, das durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden und mit Süßwasser gefüllt ist). Die Tulum-Höhlen in Tauchgängen zu erforschen ist gefährlich und es muss ein ganz besonderer und spannender Moment für die Taucher gewesen sein, als sie das Skelett dieser alten Dame fanden. Es ist das älteste Skelett, das bis jetzt auf der Halbinsel Yucatan gefunden wurde.

Über diesen bedeutenden Höhlen-Tauchgang und die Entdeckung dieser Frau habe ich ein faszinierendes Video – es ist in deutscher Sprache – gefunden, das uns diesen atemberaubenden Moment miterleben lässt –  ab Zeitposition 7:30 !!!  (ich finde alle drei Teile dieser SPIEGEL TV-Folge sehr spannend und lehrreich!)

Sehnsucht in Bild und Ton

 

Betörend schöne Bilder zu beschwingenden Klängen
zauberhaftes für Auge und Ohr
Sehnsucht breitet sich in mir aus
„Nehmt mich mit!“ – ich will auch zum Himmel empor:

„Nehmt mich mit! Ich kann nicht höher steigen,
zu den Sternen führt kein Weg empor.
Euch doch sind die seligen Weiten eigen! –
Aber schon verhallte fern ihr Chor.“

Poetische Worte aus eines Dichter’s Mund
lösen nun noch mehr Sehnsucht aus
sie schienen mir schon längst vergessen
doch nun strömen sie aus meiner Seele heraus:

SEHNSUCHT

Einen höchsten Berg hatt‘ ich erstiegen,
weithin blaute uferloser Tag,
große, fremde Vögel sah ich fliegen,
sonnenwärts mit raschem Flügelschlag.

Nehmt mich mit! Ich kann nicht höher steigen,
zu den Sternen führt kein Weg empor.
Euch doch sind die seligen Weiten eigen! –
Aber schon verhallte fern ihr Chor.

Abwärts stieg ich unter Wäldersausen,
Bäche stürzten neben mir zu Tal:
Immer hört ich nur das mächtige Brausen
dieser Schwingen, hört es mir zur Qual.

„Bleibe nur in deiner stillen Hütte,
wo ein kleines Glück dir aufgetischt,
und auf deines Herdes Feuer schütte
neue Kohlen, daß es nicht erlischt.“

Aber immer treibt es mich nach oben,
endlos kuppelt sich das Himmelsdach,
und die Arme sehnsuchtsvoll erhoben,
weint mein Herz den großen Vögeln nach.

Gustav Falke (1853 – 1916)