Die Hölle

Sie hat offensichtlich viele Gesichter und ist an den verschiedensten Orten präsent. Nicht nur im Jenseits, sondern auch hier auf der Erde, was für mich wahrscheinlicher ist.

Ich sehe in Berichten die vielen Frauen, die vielen Mütter mit ihren Kindern, die jetzt aus der Ukraine flüchten, während ihre Männer/Väter zurückbleiben, um gegen einen Wahnsinn zu kämpfen, der sich im Kopf eines unberechenbaren Despoten breitgemacht hat. Da ist vermutlich kein kein Platz mehr für Menschlichkeit, für den Gedanken „Wir alle sind Eins“.

So in etwa stelle ich mir Luzifer vor, wie er Satan geworden ist, wobei er sich von unserem Schöpfer abgewandt hat. Er stürzte vom Himmel und sann nur noch nach Macht und Rache.

Derzeit kämpfen die ukrainischen Soldaten und auch Zivilisten gegen einen übermächtigen, machthungrigen und größenwahnsinnigen Gegner. Es muss die Hölle sein.

„Zur Hölle“ ist auch der Titel eines Buches von Detlef Kowalewski, das ich kürzlich gelesen habe. Auch dort geht es um Unmenschlichkeit und um Taten, bei denen man überlegt, wie Menschen dazu fähig sein können. Auch dies muss eine Hölle auf Erden gewesen sein, die der Autor selbst überlebt hat. Dazu schreibt er:

„So banal es sich auch anhören mag, aber eins habe ich in all den Jahren ebenfalls gelernt:

Man muss alles positiv sehen, wenn man überleben will, speziell in extremen Situationen. Auch und gerade dann, wenn man beim besten Willen nichts Positives mehr erkennen kann.

Man muss es trotzdem tun.“

Ich meine, es ist wichtig, so denken zu können, wenn man überleben will.

Meine Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine und ich bete für sie.

8 Gedanken zu “Die Hölle

    • Liebe Gisela, für mich zählt das Hier und Jetzt. Für diesen Krieg gibt es für mich nur einen Schuldigen. Der verbrecherische Angriffskrieg des Aggressors Putin und seiner Gefolgschaft ist durch nichts zu rechtfertigen. Die Bilder von weinenden Kindern, weinenden Frauen und gefallenen Soldaten ist für mich entsetzlich.

      Gefällt mir

      • Liebe Chrinolo, ja, das Hier und Jetzt ist das Erschütternde, das dir gezeigt wird und das du fühlst und das dir das Herz zerreißt. Aber du machst einen Fehler, wenn du es zugleich einem einzelnen Menschen anlastest und dann auch noch so gewaltige Worte gebrauchst wie Luzifer, der zu Satan wurde. Dass du es so empfindest – ja, da kann ich nichts einwenden: du empfindest es so. Aber diese großen Geistwesen des Bösen sind nicht austauschbar, sie verwandeln sich nicht in einander, sie sind entgegengesetzte Kräfte. Und es wäre eine vollkommene Überschätzung des russischen Präsidenten, ihn nun gar als Inkarnation beider anzusehen. Reicht es nicht, mit den Opfern dieses Krieges wie so vieler anderer Kriege zu fühlen, für sie zu beten, ihnen möglichst Hilfe zukommen zu lassen, sie notfalls auch aufzunehmen – ist es nötig, die andere Seite zu verteufeln? Leben dort nicht auch Menschen? Doch, es leben überall Menschen, gute und weniger gute, manche werden zu Opfern, andere zu Tätern und andere – zu Richtern.

        Gefällt 2 Personen

      • Danke, liebe Gerda, dass du deine Gedanken mit uns teilst. Ich denke, man zeigt mir nicht das Hier und Jetzt, sondern ich lebe im Hier und Jetzt und bin auch betroffen.

        Ich schrieb: „So in etwa stelle ich mir Luzifer vor, wie er zu Satan geworden ist, wobei er sich von unserem Schöpfer abgewandt hat.“. Damit meine ich, dass sich auch Putin von den „guten“ Werten abgewandt hat.
        Und ich überschätze seine Macht auch nicht, ganz im Gegenteil. Gerade wurde berichtet, dass er nun mit Nuklearwaffen gedroht hat. Also wenn das nicht teuflisch ist!??
        Natürlich verteufle ich nicht alle Menschen in Russland. Wahrscheinlich ist der größte Teil gegen Putins Handeln. Sie haben nur Angst, öffentlich dazu zu stehen (aus berechtigter Angst).
        Abschließend möchte ich noch bemerken, dass es mir fernliegt, darüber zu richten. Dafür gibt es die Richter in den Kriegsgerichten. Ich hoffe, dass man ihm dann dort Gelegenheit geben wird, sein abscheuliches Handeln zu begründen.
        Von meiner Seite aus kann ich der ukrainischen Bevölkerung im Moment leider nicht viel helfen. Doch ich stehe solidarisch an ihrer Seite und habe auch wie so viele andere Menschen eine Spende auf den Weg gebracht.

        Gefällt mir

  1. Und das GUTE führt die Welt in einen Krieg, der hätte verhindert werden können!
    Krieg ist das schlimmste was uns passieren kann, wer der einzige oder ob daran Schuldige ist, werden wir vielleicht noch miterleben.

    Aber Fakt ist, um Krieg zu verhindern muss auf beiden Seiten Zugeständnisse gemacht werden und auch Gesprächsbereitschaft da sein.
    Wenn man zum Gegner fährt, mit einem Paket voller Drohungen, dann wird daß eben nichts. Genauso auch Versprechen, die gebrochen werden.
    Und jetzt schickt Deutschland WAFFEN, in ein Land, daß auch selbst mit Waffen Exporten ein Vermögen verdient hat.

    Die Bevölkerung ist, wie Du sagst, die Leidtragende und bezahlt den Hohen Preis, für das Machtgehabe dieser sogenannten Eliten.

    Meine größte Verachtung gilt genau diesen, hüben wie drüben!

    Dein Bild könnte auch ein Symbol FÜR den Friedens sein!
    Nehmt euch ein Herz und verlasst den Ort des Schreckens!

    Liebe Grüße Babsi

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Babsi, danke für deinen Kommentar. Dieser Krieg konnte nicht verhindert werden und wer der Schuldige ist, erleben wir gerade, da müssen wir nicht warten. Ich bin froh, dass jetzt endlich Waffen auch von uns Deutschen in die Ukraine geschickt werden. Ich hoffe, es ist nicht zu spät.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..