Nachts gegen drei

Nachts gegen drei wache ich oft auf und finde keinen Schlaf mehr. Dann stehe ich leise auf, bereite mir eine Tasse Kaffee zu und setze mich auf den Balkon. Der Mond scheint hell, die Sterne funkeln klar am Himmel – ein Moment voll stiller Schönheit. In dieser Ruhe fühle ich mich mit dem unendlichen Universum verbunden. Gedanken an das Licht, das uns alle durchdringt, erfüllen mich mit Wärme und Geborgenheit.

Ich glaube fest daran, dass wir als Lichtwesen eines Tages dorthin zurückkehren, unsere wahre Heimat. Mein Mann ist bereits vorausgegangen, und ich weiß, dass er dort glücklich ist. Dieses Wissen nimmt mir die Einsamkeit in der Nacht. Das Alleinsein auf dem Balkon tut meiner Seele gut.

Während meine Gedanken so schweifen, wird meine Müdigkeit spürbar. Die Kaffeetasse ist leer, und es ist nun der richtige Moment, um wieder ins Bett zu gehen – erfüllt von Frieden und Zuversicht.

Bevor ich mich ins Bett lege, nehme ich mir einen Moment Zeit, um meine Dankbarkeit für diesen stillen Augenblick auszudrücken. Die Dunkelheit umhüllt mich wie eine sanfte Decke, die alle Sorgen des Tages von mir abfallen lässt.

Eine sanfte Melodie schleicht sich in meine Gedanken – und die Worte:

Guten Abend, gut’ Nacht,
von Englein bewacht, ………….
Schlaf nun selig und süß,
schau im Traum ’s Paradies.

Langsam schlinge ich nun die Decke fester um mich und atme tief ein, spüre, wie sich mein Herz beruhigt. Die leisen Geräusche der Nacht begleiten mich. In solchen Momenten wird mir bewusst, wie kostbar diese Stille ist, die mir erlaubt, mich selbst wiederzufinden und innere Klarheit zu gewinnen. Morgen wartet ein neuer Tag mit seinen Herausforderungen, doch jetzt darf ich einfach sein – getragen von der Gewissheit, dass Licht und Liebe stets bei mir sind.

Danke, mir geht es gut.

Die Kirschen in …

 

… nein, nicht in Nachbar´s Garten, sondern in meinem! Und sie schmecken genau so süß  🙂

 

Die Kirsche wird schon immer als ein Symbol für Leidenschaft und Liebe angesehen. Ihr werden magische Eigenschaften zugesprochen. Man kann z.B. nachts bei Vollmond Elfen oder weiße Frauen sehen, die um Kirschbaum tanzen. Allerdings sollte man sie niemals dabei beobachten, denn sonst droht großes Unheil.Und auf gar keinen Fall sollte man mit den Elfen tanzen. Es würde bedeuten, dass man am nächsten Morgen tot unter dem Baum liegt. 😲

HURRAAAA – ich lebe noch! 😃

 

Weiterhin gibt es noch die Feigen. 😊

Warum ein Feigenbaum in meinem Garten steht, hat mehrere Gründe:

  1. Guter Serrano-Schinken und Krustenbrot mit ein paar Feigen ist ein himmlischer Genuss.
  2. Im antiken Griechenland wurde die Feige mit aphrodisischen Eigenschaften besetzt und dem Gott Dionysos geweiht. Was liegt da näher als Feigenwein? 🍷 Er passt wunderbar zu dem Serrano-Schinken 🙂
  3. Desweiteren spielt hier auch noch Buddha eine Rolle:  „Er ließ sich unter einem Feigenbaum nieder und gelobte „diesen Ort nicht zu verlassen, bis Erleuchtung errungen ist – und wenn das Fleisch dabei verdorrt, das Blut vertrocknet.“ Nach vierzig Tagen gelang Siddharta der entscheidende Durchbruch, und er wurde zum Buddha – einem Erleuchteten!“

Man stelle sich nur vor: durch köstliche Feigen aphrodisiert und erleuchtet … übrigens, aphrodisiert bedeutet „stimuliert und angeregt“ (zu was auch immer 🥰 ). Jedenfalls, wenn da dann noch die Erleuchtung hinzu kommt, das muss doch einfach ein erhebender Zustand sein, oder?

Derzeit warte ich allerdings noch auf die Erleuchtung, denn ich habe es zeitlich noch nicht hinbekommen, 40 Tage am Stück unterm Baum zu sitze. Da ist Geduld gefragt … diesen bei mir vorliegenden Mangel konnte ich bislang noch nicht beheben. 😫

Ein unangenehmer Gedanke, also wende ich mich wieder den schönen Dingen zu:

der Blütenpracht rings herum  😍

 

 

Und schon wieder was dazu gelernt: unabhängig, trotz hefeloser Zeiten 😉

 

Als ich DAS sah, habe ich auch gleich an Belana Hermine ( https://belanahermine.wordpress.com/2020/04/08/corona-gedanken-22/ ) gedacht, die sich auch über leere Regale im Supermarkt ärgert, wenn sie Brot backen will und keine Hefe kaufen kann..

Dieses Video finde ich einfach genial für alle, die es noch nicht wissen: „Mach es selbst!“. Vielen, vielen Dank an Thomas, der dieses Video zur Verfügung gestellt hat  🙂

Hmmm … wahrscheinlich hat mir das meine Oma auch mal beigebracht, aber über die vielen Jahre ist dieses Wissen wohl verloren gegangen. Ich habe einfach Hefe gekauft. Aber Frauen, die schlechte Zeiten mitgemacht haben, wussten sich so zu helfen. Egal, jetzt weiß ich es auch (wieder) und bin sehr froh darüber  🙂