„Die Beschreibung beginnt in der Vorstellungskraft des Autors, sollte aber in der des Lesers enden.“ (Stephen King)
Im März las ich ein Buch, nicht ohne mich vorher zu erkundigen, wer es geschrieben hat und warum. Der Autor war Michael Jürgs, ein Vollblut-Journalist, der die Diagnose Krebs erhalten hat. Nachdem er nun wusste, dass seine Uhr tickt, begann er zu recherchieren und sich mit dem Leben nach dem Tod zu beschäftigen. Er wollte zu gerne wissen, wen er im Jenseits treffen würde und ob man dort Antworten auf viele ungelöste Fragen bekommen würde. Und ihn interessierte, ob es Gott gibt. Kurz vor seinem Tod vollendete er sein Werk:
Jürgs, Michael. Post mortem: Was ich nach meinem Tod erlebte und wen ich im Jenseits traf . C.Bertelsmann Verlag.
Im Jenseits begegnet er nicht nur seinen Verwandten, sondern einer Vielzahl von Menschen, für die er sich auch im Leben interessiert hatte, weil sie Neues, Erstaunliches und Unsterbliches hinterlassen haben. Über diese Begegnungen schreibt er und es ist wundervoll zu lesen. Hier einige Bewertungen:
»Außergewöhnlich, berührend und sehr persönlich. In jedem Fall ein wunderbares Buch.« ― Westdeutsche Allgemeine Zeitung
»Ein außergewöhnliches Buch – berührend und sehr persönlich. Es passt nicht in gängige Einsortierversuche der Literaturkritik. Der Verlag hat darauf verzichtet, es als Roman zu klassifizieren, es hat Züge einer fantastischen Erzählung und ist in jedem Fall ein wunderbares Buch. Im Epilog schreibt Jürgs: ›Nur der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und post mortem erst recht nicht.‹ Bei ihm besteht die Fantasie auch im Angesicht des Todes; das zeigt eindrucksvoll sein Buch.« ― Aachener Zeitung
»Auf jeder Seite feiert der Autor das Leben, das er hier auf Erden hatte.« ― WDR5 »Bücher«
“Es gibt bekanntlich keine Bücher aus dem Jenseits. Logisch, sagen da meine Kollegen, sowohl die von mir geliebten als auch die von mir ungeliebten. Auch diese einst den Alltag belebenden Gefühle sind übrigens mit dem Tod gelöscht. Logisch, sagen da Leserinnen und Leser, denn der Tod an sich bedeutet schlicht das Ende aller in der Wirklichkeit einst als selbstverständlich akzeptierter Fakten. Nur der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und post mortem erst recht nicht.”
Und weiter schreibt er in seinem Buch:
“ Vielleicht hat es ein Toter, hat es eine Tote nur nie versucht, das im Jenseits Erlebte aufzuschreiben, weil es abwegig schien. Vielleicht müsste es mal einer wagen, und warum dann nicht ich?”, schreibt er.
Wie gut, dass er es geschrieben hat, denke ich. So wie er sich das Jenseits vorstellt, muss es dort wundervoll sein. Und vielleicht hat er ja damit recht, wer weiß es schon?
Ich habe das Buch nachts in einem Rutsch gelesen, weil ich es nicht beiseitelegen konnte. Und ich liebe Bücher, aus denen ich noch etwas lernen kann, z.b. mir unbekannte Fakten aus den Begegnungen mit besonderen Menschen, die er beschreibt.
Also nochmal:
Jürgs, Michael. Post mortem: Was ich nach meinem Tod erlebte und wen ich im Jenseits traf . C.Bertelsmann Verlag. In meinem Fall die Kindle-Version.