Black Rose – vom Song zum Gemälde

 

„Ich habe dein Echo gehört
Als ich durch diese Flure gegangen bin
Ich habe dein Bild gesehen
Auf den steinkalten Wänden
Ich habe mich daran erinnert, wie du mir gesagt hast
Dass deine Liebe nie sterben würde
Und dann hast du dich umgedreht und Leb wohl gesagt …“ (das ist der Songtext von Black Rose)

Heute Morgen, während ich den Song „Black Rose“ von Doro Pesch hörte, ließ mich die Vorstellung einer schwarzen Rose nicht mehr los. Die schwarze Rose steht oftmals für Geheimnisse, Abschiede oder das Ende eines Kapitels im Leben – doch sie muss keineswegs mit Traurigkeit verbunden sein. Im Gegenteil, sie kann auch für Stärke, Individualität und Neuanfang stehen. Inspiriert von dieser Ambivalenz setzte ich meinen Impuls sofort um und begann, eine schwarze Rose zu malen. Dabei entstand ein Bild, das die Schönheit im Ungewöhnlichen hervorheben soll.

Text (außer Zitat und Songtext)  und Gemälde  ©chrinolo

Die schwarze Rose als Motiv zeigt, dass auch vermeintlich dunkle Dinge Ausdruck von Tiefe und Bedeutung sein können. Für meine Arbeit bedeutet das, dass wir uns nicht von oberflächlichen Zuordnungen leiten lassen sollten, sondern vielmehr offen für vielfältige Interpretationen bleiben müssen. So wird aus einer schwarzen Rose ein Symbol für Hoffnung und kreative Freiheit – eine Erkenntnis, die mich heute früh inspiriert hat.

Ein Gedanke kann nicht erwachen ohne andere zu wecken.

(Marie von Ebner-Eschenbach)

Nein, im Dornröschenschlaf bin ich nicht … ;-)

 

Es hat abgekühlt und draussen ist es wieder so richtig angenehm. Die Rosen allerdings sind so ziemlich alle verblüht, aber ich muss trotzdem nicht darauf verzichten. Woanders blühen sie das ganze Jahr und so werde ich auch über den Winter mit diesem schönen Anblick immer wieder überrascht. Wenn ich aufblicke, sehe ich sie in der Wohnung verteilt, auch auf meinem Schreibtisch stehen welche 🙂

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Rosen inspirieren mich. Ich denke an besonders schöne Orte mit Rosen, an schöne Momente, in denen mir Rosen geschenkt wurden (auch stibitzte aus fremden Vorgärten während eines Spaziergangs 😉 ) und an Rosengedichte -geschichten und -musik.

… und an Hermann Hesse, den grossen Rosenliebhaber:

Der Duft der Rose nimmt dich
in einen süßen Bann
rührt Dich liebkosend leise
wie eine Liederweise
mit Ahnung voller Schönheit an;
ist ohne Gleichnis rein und zart:
Du kannst es nicht ermessen,
fühlst nur ein süß Vergessen
und eine süße Gegenwart.

Hermann Hesse (1877-1962)

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