Heimatklänge? Jedenfalls: my favourite opera aria of all time!

 

… ich denke mich zurück, in meine andere Heimat zu meiner Mutter und meinen Vorfahren. Ungarnblut wallt immer mal wieder auf und lässt mich mit Liebe an unzählige schöne Stunden dort denken. An feurige Pferde, die ich reiten durfte, an temperamentvolle Tänze mit wundervollen Menschen und an die risikofreudigen Csikós, deren unbändige Liebe zu ihren Pferden ich immer bewundert habe. Die Zeit bei ihnen und mit ihnen verbringen zu können, war immer ein faszinierendes, spannendes und auch lehrreiches Erlebnis.

Alles wallt nun wieder hoch … lebendige Szenen, Landschaftsbilder und Klänge … kein Wunder bei dieser Musik:

Like an exil wandering through a dark night
not finding his guiding star in the wild storm
the human heart wanders so alone
beten by storm without and self reproach within
one great desire has kept me alive
through all cares and grief
that my sacred homeland and valiant name
be kept immaculate.

now both want rech
and while i am here wondering,
my homeland is under a shroud
and my reputation is lost
homeland my homeland my everything
i know i owe my life to you

golden fields silver rivers filled with heroes blood.
flooded with tears bank is forgetting his aching wound
and the thoug crying serves the good of his people
magyar homeland i bless you
this sweet to live and to die for you
my sacred magyar homeland …  (Lyrics/Translation aus dem Internet)

Ach, ich weiß, mitunter kann ich sehr sentimental werden … aber ist das wirklich so schlimm?

Hazám, hazám, te mindenem! Tudom, hogy mindenem neked köszönhetem:

 

Im Buch verbleibend: 3 Stunden 41 Minuten …

… mein Blick schweifte auf meinem Kindle kurz zum Ende der Seite und ich las: Im Buch verbleibend: 3 Stunden 41 Minuten – wie schade, schoss es durch meine Gedanken, dann muss ich diese andere Welt in dieser anderen Zeit schon wieder verlassen.

„Auch Elsbeth blickte reglos auf Elias‘ schmächtiges Gesicht. Als Elias das Mädchen so blicken sah, empfand er wieder jene Gewissheit, die er damals im Gebirg empfunden hatte, als er sich vor lauter Glückseligkeit im nächtlichen Gras hatte festhalten müssen. „So sieht nur ein liebender Mensch“, wähnte er frohlockend. Elsbeth aber sah ihn mit Augen der Bewunderung und grossen Erstaunens. Er hatte sie in ihren Bann gezogen, denn so ein Reden, geschickt und worin jede Silbe wie Musik klang, hatte sie noch von keinem Mann gehört. Elsbeth staunte, und Elias meinte, sie habe sich in dieser Stunde in ihn verliebt. Nur ein wirklich Liebender kann sich so grausam irren.
(Textauszug aus „Schlafes Bruder“ von Robert Schneider)

Dieses Buch berichtet über viele Derbheiten und Grausamkeiten, die in dieser anderen Welt (in dem alpinen Inzuchtkaff Eschberg, einem vorarlbergischen Bergdorf) zu einer anderen Zeit (zu Beginn des 19.Jahrhunderts). Es erzählt vom Protagonisten Elias, einem Musikgenie, das sich schließlich im Alter von 22 Jahren aus verschmähter Liebe zu Tode übernächtigt: „Wer auch nur eine Stunde seines Lebens ohne Liebe zubringt, dem wird sie im Fegefeuer dazugeschlagen. Nicht mehr schlafen dürft ihr, denn im Schlafe liebt man nicht„.

Elias, absolut unfähig, die Grenzen seines Bergdorfes sowie auch die Begrenzungen seines Wahns zu durchbrechen, nimmt sich (unbeabsichtigt) das Leben.
Ein unglaublich spannender und fesselnder Roman über das Abgründige im Menschen, über die Verkommenheit von „weltfremden“ Menschen in einem entlegenen Bergdorf. Derbe, rohe und gewaltbereite Charaktere, die vom Buchautor in virtuoser Wortwahl beschrieben werden … ich frage mich ständig: „Wie konnten diese „Menschen“ ? ? nur so leben?“.

Man liest hier oft mit Grauen eine ebenso faszinierende wie auch verrückte Geschichte, in der die Fähigkeit des Hörens von Klängen und die Liebe zur Musik in bewundernswerter Sprache zum Ausdruck kommt, miterlebbar wird.

Ein grossartiges Werk dieses Schriftstellers – Ähnliches in dieser Form habe ich zuvor noch nicht gelesen. Das Dasein in einem historisch realistischen Bergdorf wird lebendig. Die grossen Themen wie die wahre Liebe, nervenaufreibende Geburtsverläufe und auch der absonderliche Umgang mit dem Tod werden in dramatischen Szenen geschildert. Und Gott ist in den Handlungen dieser scheinfrommen Bergdorfbewohner immer gegenwärtig.

Für mich ist dieses Buch ganz große Literatur mit ebenso schlichtem wie brillantem Schreibstil.

 

Ich befinde mich nun noch 3 Stunden und 41 Minuten im Buch verbleibend, bin sehr gespannt auf den weiteren Verlauf … schade, nur noch knapp vier Stunden. Aber es wird mit Sicherheit nicht das letzte Buch sein, das ich von diesem beeindruckenden Schriftsteller gelesen habe.

p.s.  ich danke Constanze (Wolfregen & Constanze) für diesen tollen Buchtipp ! 🙂

Du bist unmöglich !???

 

… bekam ich gerade zu hören. Und: „Andauernd läuft hier dieses Video. Den Song musst du doch schon auswendig kennen!“  „Ja“,  sagte ich, „den Song liebe ich und kenne jedes Wort. Aber deswegen schaue ich doch das Video auch gar nicht an. Es sind seine Oberschenkel! 🙂 Und wenn er in die Knie geht und sich mit seiner Gitarre dann aufschwingt … also das ist einfach nur faszinierend. Der hat sooo tolle Oberschenkel, das ist einfach schön zum Anschauen! Schau doch mal genau hin … übrigens, so stelle ich mir die Oberschenkel von einem Mann vor, den ich noch nicht persönlich gesehen habe, aber ein Foto. Und da sehen die Oberschenkel auch so aus. Jetzt schau halt mal genau hin!“ :

„Nein, das schau ich mir nicht nochmal an. Du bist doch nicht mehr ganz dicht – einfach unmöglich!“,  sagte er.

Na ja, Männer interessieren sich wohl nicht so sehr für männliche Oberschenkel. Aber ich finde es einfach sexy … ähm … bezaubernd meine ich natürlich, wenn er so geschmeidig in die Knie geht und sich dann mit seiner Gitarre aufschwingt – gleich am Anfang im Video (ein Hinweis für diejenigen, denen das entgangen ist)     

Also, mit diesem Eintrag möchte ich nur mal zum Ausdruck bringen, dass ich mich in solchen Angelegenheiten auf gar keinen Fall beirren lasse. Warum sollte ich unmöglich sein, wenn mein Blick für’s Schöne die Oberschenkel von Eddi Vedder miteinschliesst? Dazu stehe ich …  jederzeit!