Jetzt befreie doch dieses Kamel von dem, was nicht ist ! ;-)

Ich halte ihn für einen begnadeten Schriftsteller, denn er schreibt Bücher, die glücklich machen und positiv berühren. Jedenfalls mich! Ich habe es aber auch vielfach von anderen Lesern gehört 🙂

Jorge Bucay, argentinischer Autor, Psychiater und Gestalttherapeut – durch seine humorvollen und philosophischen Ansätze und vor allem durch seine wunderbare Erzählkunst erfahren wir Geschichten, die zum Nachdenken anregen. Seine anspruchsvollen Gleichnisse stellen sinnstiftende Fragen. Und er fragt, ohne belehrende Antworten mit erhobenem Zeigefinger zu geben – jeder kann für sich daraus schöpfen, was für ihn selbst vielleicht momentan zutrifft und was für die persönliche Lebenssituation gerade hilfreich sein könnte. Es sind lehrreiche Weisheiten, die auf diese Weise im besten Fall den eigenen Blickwinkel ändern und oft der Seele den Spiegel vorhalten. Kurzum, es sind Geschichten … die bereichern!

Gerade las ich eine, die mir ein besonders breites Lächeln ins Gesicht zauberte 🙂 :

Die Geschichte vom Kamel

„Als die Nacht über die Wüste einbricht, hält die Karawane an. Der kleine Junge, der sich um die Kamele kümmert, kommt zum Karawanenführer und sagt: „Es gibt da ein Problem, wir haben zwanzig Kamele, aber nur neunzehn Seile, was sollen wir tun?“
Der Führer antwortet: „Schau, Kamele sind ziemlich einfältig, hast du alle Kamele festgebunden, dann tust du beim letzten Kamel nur so, als würdest du es anbinden. Es wird glauben, du hättest es angebunden, und ganz ruhig bleiben.“ Etwas misstrauisch geht der Junge zum Kamel und tut, als binde er es fest, und tatsächlich bleibt das Kamel ruhig stehen, als wäre es angebunden.
Am nächsten Morgen nach dem Aufstehen zählt der Kamelhüter die Tiere. Es sind zwanzig.
Die Händler beladen sie und die Karawane zieht weiter. In einer langen Reihe trotten die Kamele in Richtung Stadt. Alle, bis auf eines, das wie angewurzelt auf der Stelle stehen bleibt.
„Chef, eins der Kamele folgt der Karawane nicht.“
„Ist es das Kamel, das du gestern nicht festgebunden hast, weil kein Seil mehr da war?“
„Ja genau, woher wissen sie das?“
„Spielt keine Rolle. Geh hin und tu so, als würdest du’s losbinden, sonst glaubt es, es sei noch angebunden, und solange es das glaubt, wird es sich niemals in Bewegung setzen.“

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Ich will …

 

I want …
I want you to listen to me without judging me
I want you to give your opinion without giving me advice
I want you to trust me without expecting anything
I want you to help me without deciding for me
I want you to care for me without smothering me
I want you to see me without seeing yourself in me
I want you to hug me without suffocating me
I want you to encourage me without hassling me
I want you to hold me without holding me down
I want you to protect me without lying
I want you to come closer without intruding
I want you to know everything that displeases you about me
That you accept this and do not try to change it
I want you to know … that you can count on me today … Unconditionally.

Jorge Bucay

Quiero  …

Ein Gedicht, das mich auf diesen Autor aufmerksam gemacht hat. Ich schaute bei ihm vorbei und er sagte: „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ 🙂

„Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ ist ein Buch aus Büchern. Griechische Sagen spielen darin eine Rolle, Sufi-Gleichnisse, japanische Parabeln, Lehren des Zen-Buddhismus, Geschichten aus Tibet, Argentinien, Frankreich, Russland oder Afrika, genauso wie bei Paolo Coelho, nur viel dichter [ ….]

Als erfolgreicher Autor ist Jorge Bucay in der spanischsprachigen Welt seit Jahren ein Begriff. Seine Bücher wurden in achtzehn Sprachen übersetzt. 2006 wurde er mit dem hochdotierten Premio Torrevieja ausgezeichnet.“  (Amazon)