Mein liebes krankes Tier Wie sehr ich doch wünschte Du wärst hier bei mir Die Ärzte kämpfen seit Tagen um dein Leben Haben mir heute wieder Hoffnung gegeben Du wirst bei mir bleiben – noch viele Jahre Wir bleiben einander treu und ergeben Ein Blick in deine Augen bestätigt Du und ich, wir lieben das Leben Nun gib dir Mühe, werde bald gesund Weil ich dich so vermisse, unbeschreiblich liebe Das ist und bleibt der tiefgehende Grund !
Allerdings nicht in der Alten Fasanerie in Klein-Auheim. Hier sind gleich sieben Eurasische Luchse zu bewundern. Erkennungsmerkmale: Pinselohren und Stummelschwanz. Er wiegt 18 – 30 kg, ist 80 – 130 cm lang, 55 – 75 cm hoch und hat im Freiland eine Lebenserwartung von 5-15 Jahre.
Und seine Augenfarbe: Bernstein!
Luchse können im Dunkeln sechsmal so gut sehen wie ein Mensch und sie hören sehr, sehr gut – ich konnte also ganz leise mit ihnen reden 🙂
Er ist Europas größte Wildkatze und keineswegs zum Kuscheln und Schmusen aufgelegt.
Als ich dort war, man findet sie gleich neben den Wölfen, schlichen sie hungrig am Zaun entlang. Es war Fütterungszeit und bald kam auch Frau Dr. Ebel, die Wildbiologin, angefahren.
Auf ihren Zuruf kamen auch gleich alle sieben Luchse, um sich ihre Fleischstücke abzuholen. Die Faszination bei mir war sehr groß – einfach wundervoll, diese prächtigen Großkatzen beobachten zu können.
Frau Dr. Ebel rief mir zu, ob ich nicht ins Gehege reinkommen wolle, um den Tieren näher zu sein und besser fotografieren zu können. Was für ein Angebot 🙂 natürlich, und wie ich das wollte!
Es war ein ganz besonderes Erlebnis, diesen Tieren gegenüber zu stehen. Ich war so in ihrem Bann, dass ich total das Weiterfotografieren vergaß. Letztendlich aber doch nicht ganz:
Und ein schönes Gedicht gibt es auch noch dazu – von Alfons Pillach:
Der Luchs in deutschen Landen
Der Luchs hat einen Backenbart
und Pinsel an den Ohren,
als echte Schönheit seiner Art
war er schon fast verloren.
Ein Glück, dass es ihn wieder gibt
in unsren deutschen Landen,
der Luchs, der seine Freiheit liebt,
war viel zu lang abhanden.
Sein Wesen hat Gemeinsamkeit
mit unsren kleinen Kätzchen,
er liebt des Waldes Einsamkeit
und ist kein Streichel-Schätzchen.
Perfekt beim Jagen, stark bekrallt,
ein schlauer Beutefänger,
so schleicht er tief in seinem Wald
herum als Einzelgänger.
In Hessens Wäldern gibt es übrigens auch freilebende Luchse, das ist einwandfrei nachgewiesen. Mir ist allerdings keiner begegnet, darum bin ich doch sehr froh, ihnen im Gehege so nah sein zu können.
„Katzen sind schlau, aber das er auch schon Filme sehen kann, wusste ich noch nicht. Man lernt nie aus.“, schrieb „eingansstarkesteamblog“ zu meinem vorhergehenden Eintrag „Das lange Warten“.
Also mein schlauer Max kann das und tut es auch – mit Vorliebe sieht er sich Tierfilme an 🙂
Ich sage ihm dabei immer, er soll sich nicht so nah vor’s Gerät setzen, weil das den Augen schadet, aber wie immer ist mein fürsorglicher Rat in den Wind gepfiffen – er weiss ja alles besser! (typisch – er ist männlich 😉 ).
Na ja, heute sitzt er nicht mehr so nahe dran, denn die Fotos sind von 2010. Inzwischen hat unser TV-Gerät einen wesentlich grösseren Bildschirm, aber seine Vorliebe für Tierfilme besteht immer noch – u.a. gefallen ihm auch Stieglitze auf dem PC-Bildschirm 🙂