Ein Lied erzählt mir …

 

… von meinem Kind !    🙂

Dieser Song erschien 1978 auf dem Markt. Er faszinierte und berührte mich so sehr, dass ich mir sofort die Platte besorgte. Gesungen wurde er in der Sprache Tagalog ???  und ich verstand kein Wort. Aber es berührte mich … sprach mich an, sodass ich es mir immer wieder anhörte.

In diesem Jahr brachte ich meinen zweiten Sohn zur Welt. Der Titel des Songs ist „ANAK“. Erst viel später erfuhr ich, dass dieses Wort „KIND“ bedeutet – damals hatte ich noch keinen PC um zu googeln. Michael Holm jedoch sang es später mit deutschem Text  ( https://lyricstranslate.com/de/anak-kind.html ).

Das Original, gesungen von Freddie Aguilar ( https://de.wikipedia.org/wiki/Freddie_Aguilar ), ging um die ganze Welt und wurde in 26 Sprachen übersetzt.

Immer, wenn ich mir Gedanken um Kinder mache – das geschieht ziemlich oft, wie ihr in meinem Blog feststellen könnt – , erklingt in mir dieser wunderschöne Song mit dem eindringlichen Text und erzählt mir wieder aus der Zeit, in der ich ein noch „unschuldiges“ Kind in die Welt geboren habe. Dieses Kind ist ein großes Glück für mich und hat mich nie enttäuscht. Dafür bin ich unendlich dankbar.

 

Doch Freddie Aguilar´s Song ist nach wie vor sehr aktuell und berichtet von Kindern, die Mütter zum Weinen bringen:

Und hier die deutsche Version von Michael Holm:

Dieser Song wird heute noch viel gehört. Er erinnert Mütter/Eltern wohl an viele „Vergangenheiten“  ….

Wie wird man Künstlerin?

Eine aussagekräftige und zweifellos geistreiche Deutung zu der Frage fand ich gleich am Anfang eines Buches, über das ich kürzlich berichtet habe ( https://seelenglimmern.com/2017/01/24/zwei-kuenstlerinnen-die-sich-selbst-zum-thema-machten/  ).

Es gefällt mir sehr, was Regine Sondermann in „Kunst ohne Kompromiss“ gleich am Anfang ihres Buches schreibt:

„Dies ist die Geschichte einer Frau, deren dringende Sehnsucht es war, Künstlerin zu sein. Das Künstlersein beginnt nicht am Tag der Berufswahl oder mit dem Eintritt in die Kunstakademie, es hat seinen Anfang in dem Verlangen, das in einen Menschen gelegt wird.“

Ja, Kinder sind bereits Künstler! Man merkt es ihnen oft schon früh an. Sie agieren sehr ausdrucksstark. Es hat mich schon vielmals erstaunt, wie ursprünglich und ehrlich sie sich dabei ausdrücken. Ist es nicht unvergleichlich schön, wieviel Fantasie Kinder z.B. beim Malen entwickeln und uns ihre sinnliche Wahrnehmung aus ihrer Sicht mitteilen?

Ich denke auch, dass dies alles bereits in ihnen ist, und es will heraus …  oftmals ohne Kompromisse. Sie nehmen dafür viel in Kauf – ich denke an Hermann Hesses kindliche Offenheit: „Ich werde entweder ein Dichter oder gar nichts!“

Solcherlei Gedanken tauchten bei mir immer wieder beim Lesen des Buches auf und es berührte mich emotional sehr, dass man auch dieser aussergewöhnlichen Künstlerin nicht die Freiräume geboten hat, ihre Sehnsucht auszuleben und sich mitzuteilen.

Für mich ist dieses Buch bis ins letzte lesenswert. Es führte mich u.a. in eine entmenschte Zeit, die gerne verschwiegen wird. Zu menschlichen Gräueltaten, Abscheulichkeit, Gewalt und Unbarmherzigkeit, welche meine Vorstellungskraft übersteigen. Und doch sind sie passiert …