Literaturcafé … da gab es Literatur im Café (außer Kaffee und Kuchen)

 

Klingt doch gut, oder? Im Rahmen meiner kleinen Hessereise fand eine Autorenlesung im Literaturcafé  Alte Apotheke statt. Der Autor Hans Melchior Schmidt las aus seinem neuen Buch „Gedanken eines Unzeitgemässen: Reflexe wider den Zeitgeist“. (https://www.amazon.de/Gedanken-eines-Unzeitgem%C3%A4ssen-Reflexe-Zeitgeist/dp/3929390671).         „Die hier publizierten Aphorismen sind das Ergebnis zu Wort gebrachter Wahrnehmungen, die gesellschaftskritisch, philosophisch, humoristisch ausfallen bis hin zur Ironie, zum Sarkasmus oder zur satirischen Karikatur. “
Der Autor trug ausgewählte „kluge Sprüche“ aus seinem zirka 1250 Aphorismen umfassenden Werk vor.
Zur Freude des Autors und den Café-Besitzern Kirsten und Hans (https://we-ra.com/2018/09/18/termine-termine/) war die Lesung mehr als gut besucht. Für musikalische Begleitung sorgte der Gitarrist Alfred Noll.

Eröffnet wurde die Lesung von Kirsten mit ein paar Begrüßungsworten an den Autor und die Gäste:

… und der Autor hörte ihr aufmerksam zu.

… dann hörten wir alle dem Gitarristen Alfred Noll zu, der einfühlsam in die Lesung mit den zunächst „Philosophischen Gedanken“ überleitete:

 

Was genau der Autor daraufhin zum Besten gab, findet ihr alles in seinem neuen Buch (siehe oben!)

Besonders begeistert von dieser Lesung war Wolf-Dietrich Heß, der Steinauer Maler, dessen Gemäde immer noch im Literaturcafé ausgestellt werden. Ich hatte mehrmals über ihn berichtet (https://seelenglimmern.com/2018/08/27/von-rittern-scharfen-rennen-und-dem-goldenen-vlies/) und es war für mich eine große Freude, ihm hier wieder zu begegnen. Und er hat sich auch gefreut – schaut nur her:

Am nächsten Tag besuchte ich nochmals das Literaturcafé, weil das Treffen mit Kirsten absolut zu kurz geraten war. Ständig war sie auf dem Sprung … aber auch dieses Mal sollte die Unterhaltung nicht lange dauern. Das Café war gerammelt voll, die Aushilfs-Backfee war ausgefallen und so musste die Chefin mal wieder selbst ans Werk, damit sich die Gäste den Bauch mit Kuchen und Torten füllen konnten.

Mhhh … ihr Rotweinkuchen war einfach lecker und den Apfelkuchen habe ich auch probiert  😊

„Wo ist sie? Ich will sie jetzt seh´n !!! „, rief ich und bekam zur Antwort: „Die ist hinten in der Backstube und schuftet.“

O.k., dachte ich, wenn der Prophet nicht zum Berg kommt …  ich warte so lange im Hinterhof, bis sie sich blicken lässt. Einmal muss sie ja da rauskommen ………………. hmmm

„Ha, da kannst du lange warten, so schnell kommt die nicht da raus. Solange die Gäste reinströmen, muss sie wohl ranklotzen.“, sagte mein Mann. „Aber hier auf dem Hof ist es auch sehr schön … guck mal, alles mit Liebe arrangiert!“

„Bleib geduldig und warte …“, sagte die weise Eule zu mir. Natürlich habe ich auf sie gehört   😓

… und plötzlich öffnete sich die Tür zur Backstube und da stand sie: Kirsten Backfee von und zu Rührteig- und Tortenturm  –  abgekämpft, aber glücklich und zufrieden  😂

Es war schön, sie nach so langer Zeit mal wiederzusehen  😍

Ein Sonntag voller Märchen

 

Genau heute vor einer Woche war es unglaublich heiß und der Märchensonntag in Steinau an der Straße nebst Eröffnung des Literaturcafés Alte Apotheke stand an (hier ist darüber zu lesen: https://we-ra.com/2018/08/09/das-war-der-erste-tag/  )

Den ganzen Morgen hindurch habe ich mir überlegt, ob ich mir das bei dieser Hitze antun soll, aber dann dachte ich: das erlebst du nur einmal, dieses Doppelfest. Außerdem hatte ich die Originalgemälde von Wolf-Dietrich Hess noch nicht gesehen. Diese wurden an diesem Märchensonntag im Café ausgestellt.

Ich machte mich also auf den Weg – zunächst zum Literaturcafé. Pünktlich um 12 Uhr stand ich dort zur Eröffnung vor der Tür. Aber ich war nicht die Erste, die ihr Eröffnungsgeschenk überreichte: mein Gemälde des Biedermeier-Pärchens, das ich nach Vorlage aus einem französischen Modemagazin über diese Zeit und damalige Kleidung angefertigt hatte.

Kirsten versicherte mir, trotz des Eröffnungsstresses, daß sie sich über mein Kommen und natürlich über das Geschenk freut. Ich könne mir ruhig die Räumlichkeiten im Café anschauen, was ich auch sogleich tat. Hier mein kleiner Rundgang mit abschließender Präsentation meines Gemäldes. Die freudigen Gesichter auf dem Gruppenfoto gehören neben Kirsten und Hans, den Cafébesitzern, noch Theresa, der tüchtigen Servicekraft und Danny, den ihr ja aus dem Blog kennt. Und wie auf dem letzten Foto zu sehen ist, hat Hans mein Gemälde gleich am nächsten Tag gerahmt und im Café aufhängt. Danke für dieses Kompliment, liebe Kirsten und Hans  🙂   (wie immer, zum Vergrößern bitte anklicken):

 

Am Ende dieses Eröffnungstages zwei glückliche Gesichter. Mit Recht, die Eröffnung war erfolgreich und überdies lukrativ:

Am folgenden Donnerstag habe ich dem Café noch einmal einen Besuch abgestattet. Der Kaffee war köstlich und der vollkommen gerechtfertigte Preis für mich auch an diesem Tag erschwinglich – Qualität hat eben ihren Preis  😉

Natürlich sah ich mich noch in der Märchenstadt und im Brüder-Grimm-Haus um. Was soll ich sagen, der Frosch hat sich immer noch nicht in den Prinzen verwandelt. Aber das habe ich auch gar nicht erwartet – alles braucht schließlich seine Zeit.

Auf den Straßen wurde gesponnen, getanzt, geprägt und verteufelt – ein buntes Treiben für Jung und Alt. Trotz der großen Hitze. Und den Rückweg zum Parkplatz auf der großen Wiese habe ich letztendlich auch noch geschafft.

Auch hierzu ein paar Impressionen:

So war das also – ein eindrucksvoller Tag. Lange erwartet und dann war er so schnell wieder vorüber. Aber auf mich warteten noch weitere Hessen-Erlebnisse, von denen ich noch berichten werde  🙂