… unser täglich Brot gib uns heute!

 

… sagte mein Mann und meinte damit natürlich ein frisches und selbst gebackenes.

Das sagte er wohl, weil kein Kuchen mehr da war. Denn, wie die Ungarn sagen:

„Wenn kein Kuchen da ist, schmeckt auch das Brot gut.“

Zum Beispiel ein dunkles Roggenlaible nach Südtiroler Art – mit dem feinen Geschmack von Koriander, Fenchel und etwas Kümmel. Ich machte mich also an die Arbeit und während das Brot dann auf dem Stein im Backofen vor sich hinbuk, zog ein wundervoller Duft durchs Haus.

Ganz wie früher, bevor der Bäcker in unserer Nachbarschaft seine Bäckerei aus Altersgründen schloss. Wenn ich da morgens das Fenster öffnete … boahhh, ich konnte nicht genug von dem Brotduft bekommen, der zu mir herüberwehte.

Das geht doch anderen Menschen bestimmt genau so, dachte ich und öffnete das Fenster. Und tatsächlich, ich konnte einige Male beobachten, wie Leute, die am Haus vorbeikamen, den Kopf hoben und zum Fenster heraufschauten. Sie atmeten tief ein, so wie ich früher, als der Bäcker noch lebte und ich morgens das Fenster öffnete … das war so schön. Und etwas später kam dann unser Postbote und war ganz angetan von diesem aromatischen und verlockenden Duft nach frisch gebackenem Brot.

Nun liegt es vor mir auf dem Brotschieber und mein Mann wartet ungeduldig darauf, bis er es anschneiden kann 🙂

Da fällt mir gerade etwas ein:

Wein und Brot

Solche Düfte sind mein Leben,
Die verscheuchen all mein Leid:
Blühen auf dem Berg die Reben,
Blüht im Thale das Getreid.

Donnern werden bald die Tennen,
Bald die Mühlen rauschend gehn,
Und wenn die sich müde rennen,
Werden sich die Keltern dehn.

Gute Wirtin vieler Zecher!
So gefällt mir’s flink und frisch;
Kommst du mit dem Wein im Becher,
Liegt das Brot schon auf den Tisch.

Ludwig Uhland

öhmhuch, der Wein fehlt ja noch! Aber dafür ist mein Mann zuständig, schließlich habe ich für´s Brot gesorgt   🙂

Soviel heute aus dem Alltag einer leidenschaftlichen Hobby-Bäckerin …

 

Ein schöner Augenblick nach dem anderen – einen ganzen Tag lang

 

…  und der Informationsaustausch war einfach perfekt.

Sie haben sich riesig über die Geschenkchen gefreut, die ich ihnen mitgebracht habe:

ein  XOOMY Girls für Leonie (5 J. ), die schon ein bisschen fortgeschrittene aktive Zeichenkünstlerin ….  :

…. und „Pelle“, einen kleinen Freund, für Elena (1 J.). Natürlich mit zwei entsprechenden Bilderbüchern von Pippa und Pelle – für kommende kalte Wintertage!

 

 

 

 

 

 

Außerdem das Portrait „Elena“, das ich für sie gemalt habe.

Sie nahm das Bild mit großen Augen in die Hände, zeigte drauf und dann zeigte sie auf sich selbst und lachte und rief: „ELA … ELA !!!“ (Elena kann sie noch nicht sagen). Jedenfalls hat sie sich gleich erkannt und war ganz aus dem Häuschen.

Ja, und dann überreichten sie mir ganz lieb ihre wunderschönen Weihnachts-Wunschzettel, damit ich mir einprägen kann, was noch alles fehlt, um ein glückliches Kind zu sein    

Elena, diese kleine Wilde, wünscht sich eine Trommel und eine Gitarre – wundervoll, da kommt Leben in die Bude   

Nachdem diese wichtige Sache auch geklärt war,  wurde erst mal ausgiebig gekuschelt, geknuddelt und gelacht:

Elena, die kleine angehende Künstlerin lies sich danach von mir ein paar gute Tipps für ihr aktuelles Werk geben:

Diese Ratschläge hat sie dann auch gleich umgesetzt – sie hat sich dabei auf dem Schreibtischstuhl neben ihrer Schwester ein bisschen Platz abgerungen:

Ach, es war so schön, ihnen zuzusehen und die Zeit mit ihnen zu verbringen – glückliche Momente mit dem Gefühl der Unbeschwertheit und Sorglosigkeit, wie nur Kinder es empfinden …

In den Kindern erlebt man sein eigenes Leben noch einmal,
und erst jetzt versteht man es ganz.

Søren Kierkegaard