Düfte …

 

Düfte sind die Gefühle der Blumen.  (Heinrich Heine)    … 

Edler Duft aus den Kelchen der Blüten
Sorgsam in zierliche Flacons gefüllt
Beflügeln mein leichtes Sommergemüte
Der Dichtung Poesie mich jetzt sanft umhüllt.
Betörend umweht mich die Glut der Rose
Balsamisch dringt der Iris Aroma in mich ein
Atme den Hauch edler Hölzer und frisches Grün findet sich ein.

Ich erahne die Verbundenheit der Pflanzenseelen schon
Wie sie leben, wie sie streben
Auf zum Himmel
Im geheimnisvollen Düftestrom.

Sorgsam in entzückenden Gläsern festgehalten
Reifen sie,  finden harmonisch zusammen
Um sich dann später auf der Haut zu entfalten.

Später, wenn Frühling und Sommer längst im Winterschlaf
Werden sie mit Liebe und Hingabe sparsam versprüht
Damit ihr betörender Dufthauch, bezaubernd vernehmbar
Und zeitlos für mich weiterblüht.

© chrinolo

 

Der Duft ist Gefühl und Magie, welche unsere Tage beleben
und unverwischbare Erinnerungen hinterlassen.

(Coco Chanel)

Reisen

 

Wichtig ist nicht das Ziel, sondern das unterwegs sein.
Mir fällt im Moment nicht ein, wer das sagte.
Neugierig und offen sein für das, was uns auf dem Weg begegnet.
Wohlfühloasen entdecken, um dort für eine Weile ganz im „Hier und Jetzt“ zu verweilen.
Und bei Allem dem Schicksal voll und ganz die Zügel überlassen.

Dazu ein sehr schönes Goethe-Zitat:

Wie oft werden wir von einem scharf ins Auge gefassten Ziel abgelenkt,
um ein höheres zu erreichen!
Dem Reisenden bricht unterwegs zu seinem höchsten Verdruss ein Rad
und er gelangt durch diesen unangenehmen Zufall
zu den erfreulichsten Bekanntschaften und Verbindungen,
die auf sein ganzes Leben Einfluss haben.
Das Schicksal gewährt uns unsre Wünsche, aber auf seine Weise.

Johann Wolfgang von Goethe

und dann sagte er noch:

Wie seltsam uns ein tiefes Schicksal leitet
Und, ach ich fühl´s,
im Stillen werden wir z
u neuen Szenen vorbereitet.

Nun ja, also neugierig und offen sein, für das was kommt!   🙂

 

Sechsmal Universum, bitte …

 

… dachte ich, als die sechs winzigen Samen in meiner Hand lagen. Sehr, sehr winzige Samen und in jedem lag das ganze Universum.

Mexikanische Honigtomaten, bald werden sie rot und süß an kräftigen Pflanzen wachsen … ich sehe es schon genau vor mir.

Anschauen, wenn es dir gelingt,
Dass es erst ins Inn’re dringt,
Dann nach außen wiederkehrt,
Bist am herrlichsten belehrt.

Wilhelm Raabe

Und nun, ein paar Tage später, sehe ich neues Leben sprießen. Aus sechs in die Erde gelegten winzigen Samen wächst sechsmal wundervolles Blattgrün.

Mexikanische Honigtomate …  Miel du Mexique, allein schon der Name klingt zuckersüß und weckt Erwartungen: geichmäßig große und wohl geformte Kirschtomaten.

Sie gilt momentan als teuerste und süßeste Tomate, hatte ich beim Samenkauf letztes Jahr gelesen. Und weil sie so lecker und „pflegeleicht“ (natürlich hatte ich sie mit viel Liebe und Aufmerksamkeit kultiviert!) waren, habe ich sie dieses Jahr wieder eingesät – mit viel Liebe und bewundernden Worten, die von Herzen kommen. Ja, ich spreche mit meinen Pflanzenkindern:

„Ein Mensch der sich mit dem Universum beschäftigt,
verhält sich bis in die kleinsten Dinge des Lebens anders,
als jemand der dieses Wissen entbehrt.“

Heinz Haber