
Weißer Morgen
Nebel zieht das schwere Grau des Winters
noch tiefer herab
auf die schwarzen Säulen
und ihre starrenden Arme,
die als letzte Schatten der Nacht
nach dem frühen Morgen greifen.
Überall droht er –
die Landschaft in sich zu begraben,
und das Auge verliert sich
hinter wenigen Baumreihen
im rauhen Gewand der kalten Monate.
Über Nacht war alles Gezweige
in eisiges Silbergrau gefallen.
Jetzt in der Dämmerung
schweben Schneeflocken aus fernen Welten
vorsichtig in die Einsamkeit.
Sie sinken sanft in die Kronen
und viele, erschöpft vom weiten Flug,
tiefer in alle empfangenden Arme.
Schon trägt die Natur ein weißes Brautkleid
und träumt in jeder Flockendecke
den Morgen herbei.
Ihn zu bezaubern,
haucht sie ihm einen Schleier
aus Zärtlichkeit entgegen…
Mit einem Mal
bricht in die Nebel des Schweigens
ein Stahlengruß der Sonne.
Zuerst befangen, dann doch in aller Macht,
verklärt das Licht
die schneewehe Landschaft
und schenkt auf weißem Samt
die Perlen des Glücks…
© Elmar Kupke
… ja hier kam auch was runter.
Schön sieht es ja aus, auch wenn ich keinen Schnee mag 😉
Schönen Sonntag
Siegfried