… es ist wohl unschwer zu erkennen, wo ich mit meinen Gedanken weile 🙂
Das Meer ist alles. Es bedeckt sieben Zehntel der Erde. Sein Atem ist rein und gesund. Es ist eine immense Wüste, wo ein Mann nie alleine ist, in dem er fühlen kann, wie das Leben aller in ihm bebt. Das Meer ist nicht nur ein Behälter für alle die ungeheuren, übernatürlichen Dinge, die darin existieren; es ist nicht nur Bewegung und Liebe; es ist die lebende Unendlichkeit.
(Jules Verne)
hmmm … was heisst da „ein Mann“? Das betrifft mich auch … als Frau 🙂
oder
Wer auf dem Ozean gewesen ist,
der scheut sich nicht mehr vor Pfützen.
(Aus Spanien)
oder
Der Frosch im Brunnen ahnt nichts von der Weite des Meeres.
(Aus Japan)
… ich muss dahin, weil:
Nach dem Sternenhimmel ist das Größte und Schönste, was Gott erschaffen hat, das Meer.
„Ich versuche, dich in meiner Abhängigkeit zu behalten: Ich versuche, dir Angst einzujagen. Angst davor, was ich tun oder mir antun könnte (in der Hoffnung, dass du wenigstens Schuldgefühle hast und dabei an mich denkst…).
In etwa so wie Glenn Close, der im Film „Fatale Begierde“ zu Michael Douglas sagt: „Wenn ich dich nicht dazu bringen konnte, mich zu lieben oder zu brauchen, wenn du dich weder aus Mitgefühl noch aus Mitleid um mich kümmerst, wenn ich dich nicht mal dazu veranlassen kann, mich zu hassen, dann wirst du mich jetzt wohl oder übel zur Kenntnis nehmen müssen, denn ab sofort werde ich alles daransetzen, dass du Angst vor mir hast.“ […]
Was geschieht hier?
Halbwüchsige junge Leute, Minderheiten jeglicher Art, Randgruppen von überallher, sogar ganze Länder erfahren keinerlei Beachtung von auch nur irgendeiner Seite. Sie spüren oder wissen, dass niemand sie mag, sie braucht oder ihnen Aufmerksamkeit schenkt, niemand sich um ihre Leidensgeschichte schert … Früher oder später reift bei ihnen der Entschluss, auf die beschriebene Art und Weise wenigstens Hass auf sich zu ziehen, und sie beginnen, Angst um sich zu verbreiten. Sie haben gelernt, das die Angst, die sie rund um sich schüren, der einzig mögliche Ersatz für die fehlende Anerkennung ist, da ihnen Liebe nicht zuteil wurde. Ich möchte sie nicht in Schutz nehmen, kann aber nachvollziehen, warum es in unseren Grossstädten zunehmend von gewaltbereiten Gruppen wimmelt, die auf ihre Weise um Aufmerksamkeit ringen … Viele (alle, wenn nichts dagegen unternommen wird) werden später auf die schiefe Bahn geraten.
Jemand wird sie davon überzeugen, dass der einzige Weg zur Anerkennung über Macht führt.“
(aus Jorge Bucay – „Drei Fragen. Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem?“)
Morgen sind hier und in anderen Bundesländern wieder Wahlen. Ich denke über diese drei Fragen nach. Und ich wünsche mir nur, dass die anderen Wähler sich ebenso diese Fragen stellen: Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem?