Menschen tun es, Katzen tun es … ;-)

 

„Katzen sind schlau, aber das er auch schon Filme sehen kann, wusste ich noch nicht. Man lernt nie aus.“, schrieb „eingansstarkesteamblog“ zu meinem vorhergehenden Eintrag „Das lange Warten“.

Also mein schlauer Max kann das und tut es auch – mit Vorliebe sieht er sich Tierfilme an 🙂

Ich sage ihm dabei immer, er soll sich nicht so nah vor’s Gerät setzen, weil das den Augen schadet, aber wie immer ist mein fürsorglicher Rat in den Wind gepfiffen – er weiss ja alles besser! (typisch – er ist männlich 😉  ).

Na ja, heute sitzt er nicht mehr so nahe dran, denn die Fotos sind von 2010. Inzwischen hat unser TV-Gerät einen wesentlich grösseren Bildschirm, aber seine Vorliebe für Tierfilme besteht immer noch – u.a. gefallen ihm auch Stieglitze auf dem PC-Bildschirm 🙂

 

Das Paradies der freien Kultur …

 

Ein Kommentar in meinem Eintrag vom kleinen Eisbären, hier:

https://seelenglimmern.com/2017/02/01/er-ist-ein-junge-und-heisst-fritz/

hat mich nun sehr zum Denken angeregt und ich habe dabei nach einer Antwort für den Kommentator gesucht. Konrad Lorenz und seine Zitate zu erklären, ist nicht unproblematisch, wenn man die Zusammenhänge, seine Motivationen und seine Wissenschafft nicht gerade so auf die Schnelle darlegen kann – im übrigen bin ich auch nicht unbedingt die gute Erklärerin, auch wenn ich selbst meine, seine Worte zu verstehen oder versuche, diese mir selbst zu erklären.

Zunächst der Kommentar:  „der unfreie will eine andere kreatur unfrei machen, um sich frei zu fühlen ? das verstehe ich nicht. oder habe lorenz nicht verstanden.“

Mir ist dazu Folgendes durch den Kopf gegangen:

Frei oder unfrei … ich denke, diese Frage stellte sich in dem Paradies, das Lorenz meint, nicht. Sich ein Tier halten bedeutet für mich nicht, es zu «versklaven» oder mir nutzbar zu machen, sondern mit ihm harmonisch zusammenzuleben, wobei ich sein Wesen und seine Verhaltensweisen kenne und auch beachte. So war das sicher in dem Paradies, das Lorenz meint. Dort herrschte trotzdem Ordnung/Regeln – aber von der Natur geschaffene.

In einem Rudel wilder Wölfe zum Beispiel herrscht Ordnung und es werden Regeln befolgt – jeder hat seine Aufgabe, jeder funktioniert in seiner Rolle – ohne dass er sich unfrei fühlt. Alles ist begründet auf die Verhaltensweise eines Wolfes. Lorenz hat sich die Gans Martina «gehalten». Das war nicht so, dass er sie gefangen hielt, sondern sie lief ihm als junges Küken instinktiv und freiwillig nach (eine Gans will nicht alleine sein!) und er bemühte sich dann, ihre Wesensart  zu ergründen. Auch, soweit dies möglich war, gemäss IHRER Verhaltensart mit ihr zu leben – er schwamm mit ihr im Teich und sie fühlte sich bei ihm wohl. Sie fühlte sich bei ihm frei und er fühlte sich dabei nicht unfrei.

Der «Kulturmensch» heute kann kaum mehr instinktiv handeln, er kann sich nicht anpassen, neigt dazu, sich alles untertan machen zu müssen und seine Hauptaufgabe sieht er meist darin, für seine «Freiheit» kämpfen zu müssen … oft genug mit Gewalt, oft genug gegen ein Tier, siehe z.B. die Stierkämpfe oder die vergnüglichen Treibjagden! Mit welchem Recht nimmt sich der Mensch diese FREIHEIT ?

Ich «halte» mir eine Katze und bewundere sie sehr oft, während ich an ein Paradies denke, in dem keine Katzen abgeschossen oder ertränkt wurden, um anschliessend ungestört die «Freiheit» des wohlverdienten 3-Wochen-Urlaubs im Urlaubsparadies geniessen zu können. Ich möchte mit meinem Kater Max paradiesisch, d.h. harmonisch, zusammenleben. Und so habe ICH Lorenz verstanden.

Max

Nun, in einem Zoo werden Tiere „gehalten“ – über dieses Thema wird ausgiebig gestritten! Ob dies sinnvoll, d.h. im Sinne der Tiere ist, mag ich hier jetzt nicht bewerten. Aber ich unterstelle dem Zoo die gute Absicht, das Wesen und die Verhaltensweise der Tiere zu kennen, zu berücksichtigen und entsprechend für sie zu sorgen.

Ich sehe mir manchmal auch Zootiere an, spreche auch mit ihnen und und wenn ich mich frage, warum ich das tue,  fällt mir eben dieses Zitat ein:

Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt meist einem uralten Grundmotiv, nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies der freien Kultur. (Konrad Lorenz)

Falls hier jemand noch einige Ideen/Erklärungen zu diesem Zitat hat, würde ich mich freuen, diese zu erfahren …  und  o.g. Kommentator sicher auch! 🙂

 

mit Lima

Vor dem Schreiben bitte das Gehirn einschalten!

 

Oh Mann, wenn ich so ’nen Mist zusammenschreibe, dann ist das eindeutig ein Zeichen von Übermüdung … Überarbeitung oder so. Aber jetzt steht es eben da und ich stehe dazu, dass ich müde bin nach diesem Tag, dieser Woche.

Normalerweise schreibe ich nur frühmorgens so,  wenn ich noch nicht richtig bei mir bin. Nur im 20%-Istzustand, wie es mein guter Bekannter mehrmals benannte. Das habe ich natürlich akzeptiert und schreibe so früh nix mehr bzw. meistens habe ich ja höflich geantwortet, was aber seltsamerweise  immer irgendwie anders ankam. Na egal, das ist inzwischen gegessen. aber jetzt ertappe ich mich selbst dabei, dass ich offensichtlich auch abends in diesem 20%-Zustand bin. Obwohl … verwunderlich ist es ja nicht nach solch einem Tag, an dem man sich mit letzter Kraft ins Wochenende geschleppt hat.

Trotzdem, das ist mir jetzt wirklich peinlich (bestimmt haben es schon einige von euch gelesen) und ich denke mal, für meinen guten Bekannten ist es ein gefundenes Fressen … ich meine, der lacht sich mal wieder schepp, wenn er das liest. Aber ich gönne ihm das und werde es ihm nicht übel nehmen … nein, so etwas tue ich nie. Ausser wenn ich beleidigt bin, aber das weiss er und wird nun nicht einen entsprechenden Antwortkommentar zu meinem Antwortkommentar nachschieben … hoffe ich!!!

Wenn doch, was ich aber nicht hoffe, lese ich es erst morgen früh und antworte in meinem 20%-Istzustand dann nicht. Heute gehe ich aus oben genannten Gründen früher zu Bett.

Ach so, ich schreibe über meinen seltsamen Antwortkommentar im Eintrag: Mein Lese-Erlebnis bei “Die Mondspielerin”.

 

Komisch, wie gross plötzlich die Schrift wird … aber diesem Phänomen werde ich jetzt nicht nachgehen. Dazu bin ich auch zu müde