Armer einsamer Schwanenmann …

 

… seit Jahren zieht er einsam seine Bahn im See, beim Schloss Favorite in Rastatt. Wo seine Schwanenfrau abgeblieben ist, weiß ich nicht.

Heute habe ich ihn wieder einmal besucht und erschreckendes beobachtet … so ein armer Kerl :

 

 

Gedankenverloren und voller Mitleid streifte ich danach im Schlosspark umher, wobei mich der beginnende Frühling, der sich schon überall zeigte, zunehmend tröstete.

 

Dabei begegnete ich noch einem quirligen Eichhörnchen, das sich sichtbar freute, den Winter gut überstanden zu haben   🙂

 

Es knabberte lustvoll an dem, was es gerade auf dem Boden vorfand und husch !!!, war es auch schon wieder verschwunden:

 

Es ist immer wieder schön, zu beobachten, wie überall der Frühling erwacht … faszinierende und berührende Frühlingsgefühle eben!   🙂

Ein bisschen Schlossromatik …

 

Ein bisschen Schlossromantik am See gab´s heute schon – im bescheidenen Rahmen, doch bei strahlendem Sonnenschein. Und anstatt eines stimmkräftigen, charmanten Tenors trat dort vertretungsweise ein prachtvoller Schwan auf. Ich stand vor purer Schönheit. Würde sich z.B. der Tenor Vittorio Grigolo in einen Schwan verwandeln, könnte ich ihn mir so vorstellen …   🙂

Ich habe den Schwan genau beobachtet und musste schmunzeln. Den See betrachtete er als sein alleiniges Reich und gestattete den anderen Gänsen und Enten nicht, darin zu schwimmen – ständig jagte er diese mit ärgerlichem Gefauche und Gezische aus dem Wasser und schnappte nach ihnen. Also der berühmte Schwanengesang war das nicht!

Danach war er aber wieder friedlich und zog in seiner vollen Pracht stolz über den See. Hier ein paar Impressionen (zum Vergrößern bitte anklicken):

 

Ein wunderschöner Schwan, aber leider kein verwandelter Vittorio Grigolo, denn der singt ….. immer!!! Gerade hörte ich ihn mit dieser bezaubernden Arie, passend zu meinem Schwaneneintrag:

 

Ein geflügelter Bote tiefer Gefühle

Der Schwan  –  heute ist er mir wieder begegnet.  Für mich ist er die Verkörperung perfekter Schönheit. Und kaum ein anderes Tier verbindet man gedanklich so sehr mit der romantischen Liebe und der Reinheit des Herzens.
Er übt eine ganz besondere Magie auf mich aus und ich freue mich immer wieder, wenn er in meinem Leben auftaucht – ich habe viel über ihn als „Krafttier“ gelesen. Man sagt, Engel verwandeln sich manchmal in Schwäne und geben uns intuitive Hilfe. Daher auch der Ausspruch: „es schwant mir …“   🙂
Nun, zumindest denke ich immer an diesen Ausspruch, wenn ich einem Schwan begegne und oft stellen sich dann alle möglichen offenen Fragen ein.

Dann weiss ich noch, dass der Schwan all jenen zur Seite steht, bei denen sich das Leben um die Musik und Poesie/Dichtung dreht. Er bringt Inspiration! Das finde ich echt gut!

Also mich hat er jedenfalls dazu inspiriert, ihn zu fotografieren und zu beschreiben, d.h. meine Begegnung mit ihm. Er hat heute unmittelbar nach der Arbeit meinen Lebenskreis betreten, um für einen positiven Wandel zu sorgen. Und als er so vertrauensvoll und majestätisch auf mich zuschritt, hat dies sofort ein ganz neues Lebensgefühl in mir ausgelöst: FREUDE !

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Artig verneigte er sich und wünschte mir zunächst einen guten Tag  –  logisch, schliesslich weiss auch ein Schwanenmann, wie man einer gestressten Arbeitsseele begegnet!

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Nach dieser ausserordentlich höflichen Geste wandte er sich dem Seeufer zu und liess sich sehr anmutig und langsam ins Wasser gleiten –  dies tat er selbstverständlich, damit ich ihn ganz ohne Stress vorteilhaft ins Bild setzen konnte.

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Natürlich war er danach daran interessiert, ob das mit dem Fotografieren klappt und blickte mich erwartungsvoll an. Ich nickte ihm zustimmend zu und sagte zu ihm: „Du bist der Schönste im ganzen Land!“  …  das mögen auch Schwanenmänner, denn in dieser Sache sind sich alle Männer gleich!

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Und zur Bestätigung posierte er dann in seiner allerschönsten Männlichkeit – hach, was für ein Bild von einem Schwanenmann … oder steckt da jetzt gar ein Engel in ihm? !!!

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Bei dieser Gelegenheit fällt mir noch ein, dass der Schwan durch sein Auftauchen hilft, Neuanfänge und Übergänge besser zu verstehen und anzunehmen. Und dass Veränderungen weder gut noch schlecht sind – nein, sie sind  der notwendige Übergang des Einen in das Andere. Im Schwan haben wir auch auf der Suche nach uns selbst den wohl besten Begleiter. Er hebt unseren Blick und lässt uns hinter die Kulissen schauen – jenseits der Sinnestäuschungen und fernab von Zweifeln und Angst. Dies sollten wir auch wissen, wenn wir uns mit einem Schwan einlassen.

O.k., ich gehe jetzt ohne Zweifel in den wohlverdienten Feierabend und danke dem Schwan, dass er mich durch sein Auftauchen dabei begleitet hat.  Er ist ein wundervolles Krafttier. Mir geht es schon viel besser, nach diesem anstrengenden Tag, der endlich hinter mir liegt 🙂

Ich wünsche euch auch ein wunderschönes, sonniges Wochenende
– am Sonntag soll es bis zu 30 Grad C  geben! ❤