Wenn sich Einsatz lohnt und die Leistung Früchte trägt …

… dann ist das für mich immer Anlass zur Freude. Nein, es geht nun nicht um meinen Einsatz, ich freue mich auch sehr über den Einsatz von anderen Leuten.

Zum Beispiel von Liebhabern wundervoller Wortkreationen,  die sich einen Traum erfüllen. Den Traum von einem Literatur-Projekt, das von begeisterten Mitdichtern und -denkern getragen wird und durch gemeinsame Lesungen, Gesprächsrunden & Publikationen auflebt und wächst.

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere von euch noch an einen Blogeintrag von mir, den ich anlässlich eines Literaturprojektes geschrieben hatte – hier:

https://seelenglimmern.com/2016/03/19/mit-freundlicher-genehmigung-mache-ich-auf-ein-besonderes-engagement-aufmerksam/

Inzwischen ist viel in dieser Sache passiert und nun konnten (endlich!) noch viel mehr Leute darüber erfahren – durch die Presse (GNZ vom 19.01.2017)!

gnz_19-01-2017

Den Initiator dieses Projektes kennen viele von euch und bei ihm gibt es noch mehr Schönes darüber zu lesen – schaut einfach mal dort vorbei:

https://wolfgangdannyweber.wordpress.com/

oder auch hier:

https://www.facebook.com/wort.art.bergwinkel/

Ich freue mich einfach, dass seine Anregungen innerhalb dieses Projekts so viel Interesse findet. Und Schreiben und Lesen finden wir doch alle faszinierend, sonst wären wir wohl nicht hier im Blogland und würden es tun, nicht wahr?   🙂

p.s. Lieber Danny, ich hoffe, du hast keine Einwände bezüglich meines Eintrags – die Freude hat mich überwältigt und bei dir dauert es ja so lange, bis du die Freigabe zur Freude erteilst. Wie sagtest du? Man muss das Eisen schmieden, solange es heiss ist!  … bzw. It’s Now or Never!    😉

 

Wie wird man Künstlerin?

Eine aussagekräftige und zweifellos geistreiche Deutung zu der Frage fand ich gleich am Anfang eines Buches, über das ich kürzlich berichtet habe ( https://seelenglimmern.com/2017/01/24/zwei-kuenstlerinnen-die-sich-selbst-zum-thema-machten/  ).

Es gefällt mir sehr, was Regine Sondermann in „Kunst ohne Kompromiss“ gleich am Anfang ihres Buches schreibt:

„Dies ist die Geschichte einer Frau, deren dringende Sehnsucht es war, Künstlerin zu sein. Das Künstlersein beginnt nicht am Tag der Berufswahl oder mit dem Eintritt in die Kunstakademie, es hat seinen Anfang in dem Verlangen, das in einen Menschen gelegt wird.“

Ja, Kinder sind bereits Künstler! Man merkt es ihnen oft schon früh an. Sie agieren sehr ausdrucksstark. Es hat mich schon vielmals erstaunt, wie ursprünglich und ehrlich sie sich dabei ausdrücken. Ist es nicht unvergleichlich schön, wieviel Fantasie Kinder z.B. beim Malen entwickeln und uns ihre sinnliche Wahrnehmung aus ihrer Sicht mitteilen?

Ich denke auch, dass dies alles bereits in ihnen ist, und es will heraus …  oftmals ohne Kompromisse. Sie nehmen dafür viel in Kauf – ich denke an Hermann Hesses kindliche Offenheit: „Ich werde entweder ein Dichter oder gar nichts!“

Solcherlei Gedanken tauchten bei mir immer wieder beim Lesen des Buches auf und es berührte mich emotional sehr, dass man auch dieser aussergewöhnlichen Künstlerin nicht die Freiräume geboten hat, ihre Sehnsucht auszuleben und sich mitzuteilen.

Für mich ist dieses Buch bis ins letzte lesenswert. Es führte mich u.a. in eine entmenschte Zeit, die gerne verschwiegen wird. Zu menschlichen Gräueltaten, Abscheulichkeit, Gewalt und Unbarmherzigkeit, welche meine Vorstellungskraft übersteigen. Und doch sind sie passiert …