… ich meine die Törtchen. Wie schön und verführerisch sie da lagen. Sweet Dreams nicht nur für´s Auge. Und ich hörte auf mein Herz. Ja, ich hörte es ganz deutlich, obwohl es draußen sehr lautstark stürmte und das Meer auf die Felsen aufknallte. Das war auch ein schlagkräftiger Grund, nicht raus in dieses Unwetter zu gehen, sondern besser auf die Törtchen zu hören 😉
Es dauerte auch nicht lange, bis ich im Ramla Bay Resort mein Lieblingscafé entdeckt hatte (ich schrieb ja schon, dieses Hotel ließ keine Wünsche offen 😊 )
Als ich das sah, ertönte gleich meine innere Stimme und rief: „Los, ran die Törtchen … bis der Gürtel knallt. Solch eine köstliche Auswahl hast du so schnell nicht wieder ! Im Urlaub darf man das, da herrscht Ausnahmezustand!“
Ja, und was soll ich sagen? Ich gebe ehrlich zu, dass ich unverzüglich auf die Törtchen und meine innere Stimme hörte! Sie haben mich quasi überstimmt.
Schaut selbst – dieses einladende Café mit seinen noch mehr einladenden Törtchen!
Bitte unbedingt zum Vergrößern anklicken, damit ihr meine Sünden versteht (es war jeden Tag mindestens eine, also betet für mich 😉 ) :
Manchmal hilft ein Törtchen mehr als tausend Wörtchen und
wo Kuchen ist,
da ist auch Hoffnung, jawohl ! 🙂
Schon die Fahrt dorthin war hinreißend – wie gemalt: saftiges, kraftvolles Grün, herrliche gelbblühende Felder mit Sauerampfer, dann der Anbau von Erdbeeren, Artischocken, Saubohnen, Kartoffeln etc. auf „Terrassen“, die durch alte Steinmauern gestützt werden … ich habe versucht, aus dem Auto heraus einige Eindrücke dieser fruchtbaren Gegend festzuhalten.
Als ich dann die ersten Gebäude von Marsaxlokk (es liegt wunderschön in einer Bucht an der Süd-Ostküste Maltas und der Name setzt sich aus dem arabischen Wort Marsa für Hafen und dem maltesischen Wort Xlokk für Südwind zusammen) erkannte, stieg meine Spannung auf das, was mich dort erwarten würde. Natürlich hatte ich vorher darüber gelesen und schon einige Fotos gesehen, aber es gibt Orte, die einen fast umhauen, wenn man sie real vor Augen hat. Und es war tatsächlich umwerfend. So etwas Fantastisches sah ich bisher selten.
Wir fuhren zunächst durch das kleine Dorf … das war noch nichts Spektakuläres:
Was sich dann aber vor meinen Augen auftat, trieb meinen Herzschlag kräftig in die Höhe und mein Atem stockte für einen Moment: diese strahlenden Farben berauschten meine Sinne. Ich saß am Ufer und murmelte nur: „Mein Gott, ist das schön … ist das traumhaft schön!“ und ich fühlte eine große Dankbarkeit, dass ich dies alles sehen und erleben durfte. Ich blickte träumend in Augenpaare (am Bug der traditionellen Boote – die entweder das Horusauge oder die Augen des Osiris, des ägyptischen Totengottes, darstellen. Diese sollen die Fischer vor Gefahren schützen.), bewunderte die wundervoll bemalten Fischerboote, „Luzzu“ genannt (es gibt sie schon seit Urzeiten), genoss die malerische Umgebung und die anheimelnde Atmosphäre dieses sehr ursprünglichen Fischerdorfes. Die Boote schaukelten dabei sanft im Wind und ich fühlte mich um Jahrzehnte zurückversetzt.
Ein weiteres Highlight war dann noch das köstliche Essen an dieser schönen Uferpromenade: fangfrischer Fisch !
Ich entschied mich für einen gegrillten Fisch, von dem ich kaum etwas wußte und den ich zuvor noch nie gegessen hatte. Ċerna, im Englischen Dusky Grouper genannt. Es ist der Riesen-Zackenbarsch, ein sanfter Riese, der als „Einzelgänger“ in den Höhlen und Riffs rund um Malta umher schwimmt. Sanft ist er allerdings nicht immer, er ist schließlich ein beeindruckender Raubfisch, der bis zu 2,50 Meter lang und bis 360 kg schwer werden kann. Sein Kopf ist sehr groß und sein Mund ganz schön furchterregend.
(Bildquelle:Ruth Rudolph / pixelio.de)
Auf dem Teller allerdings machte er mir keine Angst und schmeckte sehr, sehr köstlich.
Dazu gab es ein maltesisch gewürztes Gemüse: im Ofen gebackene/gegrillte Kartoffeln, Zucchini und Auberginen und natürlich Salat. War auch sehr lecker.
IHR habe ich auch etwas vom köstlichen Fisch abgegeben – ich glaube sie sehnte sich sehr nach einem leckeren Bissen 🙂
Doch auch hier nicht zu vergessen:
ein knuspriges Bauernbrot, das mit Tomatenpüree, Knoblauch, Zwiebeln, Zucchini, Kapern und Oliven belegt ist und dazu natürlich einen maltesischen Wein: mhhhh …. köstlich!
Beim maltesischen Wein sollte man aufpassen, dass dieser auch tatsächlich auf Malta hergestellt wurde bzw. die Trauben auf diesem Land gewachsen sind.
Es war so ein schöner Tag voller fantastischer Eindrücke, die ich sicher nie vergessen werde … besonders nicht diese farbenprächtigen Luzzus, die sanft im blauen Meer schaukeln. Ein märchenhaftes Motiv, um noch lange davon zu träumen
… A LA MUTATIO LANGUNGA – ihr könnt mit diesen Worten nichts anfangen? Macht nix, denn ich kenne sie auch noch nicht lange, obwohl es sich um etwas Köstliches handelt. Hier bin ich darauf gestoßen:
Klingt gut, nicht wahr? Und ja, ich habe es endlich, das:
Vielleicht erinnert ihr euch an meinen kulinarischen Eintrag, in dem ich dieses Buch erwähnte:
Und die Stadt Langen mit ihrem Eppelwoi hat mich wiederum sehr an meine Reise in die Bretagne, wo ich den Cidre so richtig kennen lernte, erinnert. Ziemlich am Ende dieses Eintrages berichte ich darüber:
Also, ihr versteht: dieses Buch mit dem vielen Eppelwoi musste ich haben, denn nun kann ich „Hinkel im Eppelwoi“ zubereiten 🙂 und mir beim Hinkelschmaus (Hinkel=Hähnchen und Eppelwoi=Apfelwein=Cidre) vorstellen, ich säße in der Bretagne am Ufer des Atlantiks bei einem Becher “Cidre doux“, dem lieblichen.
Ach, so greift das Eine ins Andere und alles endet wieder im Meer …. wo ja die Austernsoße herkommt, die ich für die HYDROGARATE ISICIA A LA MUTATIO LANGUNGA brauche. 😉