… versuche ich, Goethes Worten zu folgen. Ich habe dabei großen Respekt vor den Menschen, die so viel Arbeit und Gedanken in ihr Lied, ihr berührendes Gedicht oder treffliches Gemälde gesteckt haben. Diese Menschen wollen uns berühren und was ist schöner als Berührung in diesen schweren Zeiten des „Distanz halten“.
Was Goethe sagte, ist für mich das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen. Also:
Man soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.
Mein Heute-Lied:
Mein Heute-Gedicht ist zugleich mein Wunsch für euch alle. Mein Wunsch für euch lautet:
Nicht, dass keine Wolke deinen Weg überschatte Nicht, dass dein Leben künftig ein Beet voller Rosen sei Nicht, dass du niemals bereuen müsstest Nicht, dass du niemals Schmerzen empfinden solltest Nein, das wünsche ich dir nicht
Mein Wunsch für dich lautet: Dass du tapfer bist in Stunden der Prüfung Wenn andere Kreuze auf deinen Schultern liegen Wenn Berge zu erklimmen und Klüfte zu überwinden sind Wenn die Hoffnung kaum mehr schimmert Dass jede Gabe, die Gott dir schenkt, mit dir wachse Und sie dir dazu diene, denen Freude zu schenken, die dich mögen Dass du immer einen Freund hast Der es Wert ist so zu heißen Dem du vertrauen kannst Der dir hilft, wenn du traurig bist. Der mit dir gemeinsam den Stürmen des Alltags trotzt
Und noch etwas wünsche ich dir: Dass du in jeder Stunde der Freude und des Schmerzes die Nähe Gottes spürst Das ist mein Wunsch für dich und für alle, die dich mögen. Das ist mein Wunsch für dich, heute und alle Tage.
(Anonym)
Seid weiterhin tapfer, rücksichtsvoll und bleibt gesund – oder werdet ganz schnell wieder gesund. 💝
„Wenn ich mir keine Ölfarbe mehr leisten kann, kaufe ich Wasserfarben. Wenn für Wasserfarben kein Geld mehr bleibt, bitte ich um Bleistifte. Wenn die Bleistifte ausgehen, man mich ins Gefängnis wirft, spuck ich mir auf den Finger, bemale die Wand.“
(Pablo Picasso)
Ein toller Künstler! Seine erste Ausstellung war im Jahr 1909 und er konnte einige Erfolge verbuchen. Zum Leben reichten die Verkäufe jedoch noch nicht, im Gegenteil. Nicht selten übermalte er seine Bilder, weil ihm das Geld für neue Leinwand fehlte. Von Museen und Kunstsammlern wurde er erst spät entdeckt. Dies hat seine Schaffenskraft jedoch nicht geschwächt, ganz im Gegenteil, er kämpfte und malte trotzdem weiter. Ein Zitat von ihm gefällt mir besonders gut: „die Malerei ist nicht dazu da, die Appartements zu schmücken. Sie ist eine Waffe zum Angriff und Verteidigung gegen den Feind.“
Kürzlich las ich:
„Nicht die Abbildung der Wirklichkeit ist das Ziel der Kunst, sondern die Erschaffung einer eigenen Welt.“ (Fernando Botero)
Ja, manchmal male ich mir meine Welt, wie sie mir gefällt 🙂
Dazu passt auch ganz gut dieser Song:
„Komm wir malen ein neues Bild, eine schönere neue Welt Und wenn du willst dass sie dir gefällt dann sieh zu dass du Pinsel und Farbe in der Hand hältst …. „
Ach, wenn ich meine Farben, Pinsel und Leinwände nicht hätte ….
„Malen ist die vollkommene Erholung.
Ich kenne nichts, das den Geist vollständiger in Anspruch nimmt,
ohne den Körper zu erschöpfen.“
(Winston Churchill)