Erleuchtung geht oft seltsame Wege ;-)

Nein, das waren damals keine Zufälle. Da ist nur einiges zusammengefallen, das seltsam Logisches entstehen liess. Nachdem ich gerade meinen letzten Beitrag geschrieben hatte, erinnerte ich mich wieder ganz genau daran 🙂
Damals … während ich ein Buch von Daniel Herbst las, es war „Hermann Hesses Erleuchtung“, machte jemand, zu dem ich in einer guten Beziehung stehe, ein Foto von einem Baum. „Aber was ist ein Baum? Ist er nur Gestalt?“ Nein, dieser Baum sah bei näherer Betrachtung aus wie ein Greif. Zugleich las ich im Buch über Abraxas, der ja eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Greif hat (na ja, eigentlich wird er meistens als Hahn dargestellt 😉 )  – aber ich finde eben gut, wenn man in Dingen nicht ständig dasselbe sieht. Dazu tauchte auch noch der Satz auf: „Der Vogel kämpft sich aus dem Ei.“ und dann noch das Zitat von Daniel Herbst, das ich letztlich dem Ganzen zuordnete – nämlich meinem Gemälde. Ist doch eigentlich eine logische Folgerung, oder? 😀

Also, das wurde letztendlich draus:

Greif_IMG_4572

„Ein Mensch, der nur deshalb Mensch zu sein glaubt, weil er wie ein Mensch aussieht, wird einen Baum nur deshalb für einen Baum halten, weil er der Gestalt nach Baum ist.
Ein solcher Mensch verurteilt den Baum, Baum zu sein…. sein Urteilsspruch bestimmt, dass er in den Dingen ständig dasselbe sieht. Aber was ist ein Baum? Ist er nur Gestalt? Ist er darauf beschränkt, was wir in ihm sehen? ….“

(aus „Hermann Hesses Erleuchtung“ / Daniel Herbst)

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