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… mir gingen die Worte eines Vortrages durch den Kopf, während ich die Gemälde betrachtete. Es war ein Vortrag anlässlich des 9. Hermann Hesse Colloquiums im Mai 1997, der mich sehr beeindruckt hat – ich habe ihn nachträglich im Internet gelesen:
http://www.gss.ucsb.edu/projects/hesse/papers/limberg-r.html
Ich lese viel über die Gründe, die diese starke Wirkung des Malens auf ihn hatten.
Nicht nur das Bilder betrachten selbst bereitet mir grosse Freude, sondern ich male auch gerne selbst. Und natürlich habe ich den Luganer See gemalt, nachdem ich wieder zuhause war … nicht so meisterhaft wie er, aber darauf kommt es bei mir auch gar nicht an. Seine rote Bank war mir wichtig, auf der er sass und auf der dann ich sass und alles mögliche „ersann“:
Und weil Bilder mehr sagen als Worte, habe ich auch alles fotografiert, das mir heute erzählen kann, wie schön sein Tessin doch ist. Und das Casa Camuzzi und das Grotto, in dem er so gerne „gezecht“ hat … und in das auch ich eingekehrt bin 🙂
Seine Gemälde üben jetzt einen ganz besonderen Zauber auf mich aus. Ich versinke darin, habe wieder alles vor Augen, was ich dort gesehen habe – blühende Landschaften, seine Literatur, in die ich mich dort unglaublich vertieft habe:
… und mir wird wieder meine Traurigkeit bewusst, als ich seine letzte Station besuchte, wo er zur ewigen Ruhe gebettet wurde. Ein sehr schöner Ort, den er sich ausgesucht hat, ganz in der Nähe seiner liebsten Freunde Emmy und Hugo Ball …
Beeindruckend, wie viel mir dieser Teil der Ausstellung gegeben hat. Ich habe so viel gesehen, das mich wieder in seine Welt eintauchen liess. Doch er sagte ja selbst: „… nie habe ich so schön gewohnt wie im Tessin!“
Ja, es war wunder-wunderschön 🙂
Im nächsten Eintrag werde ich über seine handschriftliche Literatur berichten … seine Handschrift. Schade, dass alles unter Glas war, ich hätte sie so gerne mal berührt …





















