Nebel hält das Außen verborgen.
Eine gute Zeit, um nach innen zu schaun.
Auf das, was war, auf das, was daraus gelernt wurde.
Im Nebel nimmt die Erinnerung schnell ihren Raum ein.
Sie wird vom Außen nicht abgelenkt.
Vergangene Geschehnisse dringen intensiver ins Bewusstsein.
Besondere Momente werden verstärkt wahrgenommen und nacherlebt.
Seltsam, in der Dichte des Nebels ist es einfach, klare Gedanken zu fassen …
„Seltsam im Nebel zu wandern“ – Hermann Hesse
Er hat es sehr gut verstanden, uns seine Gedanken und Empfindungen
in seinem „Nebelgedicht“ nahe zu bringen.
Viele empfinden die Kälte und Feuchte des Nebels als unangenehm, beengend,
manche sogar als unheimlich.
Doch heute empfand ich ihn als schützend und lärmabwehrend
– er lies nichts von Außen an mich heran.
Es war eine gute Zeit, meiner Seele zu begegnen.
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„Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt“
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt“
(Hermann Hesse)
