Der Übergang vom Leben in den Tod

In paradisum sind die Anfangsworte einer lateinischen Antiphon. Erstmals bezeugt ist sie in Handschriften des 7./8. Jahrhunderts. Sie war im Mittelalter noch Teil der Sterbeliturgie, d. h. sie wurde am Übergang vom Leben zum Tod gesungen.

Gabriel Fauré war es ein Anliegen, ein friedvolles Bild des Todes zu zeichnen. „Sein Requiem ist anders … anders in seiner Musik und seiner inhaltlichen Konzeption und es will anders angehört werden. Faurés Bild vom Jenseits ist eine friedvolle und angenehme Vision, ein wenig französisch parfümierter Himmel, einer der alle Fegfeuerschrecken verloren hat.“
SEIN Requiem: „Es ist so sanftmüfitg wie ich selbst“, sagte er im Jahre 1900 und später erläuterte er, daß er den Tod „nicht als ein schmerzliches Erlebnis, sondern als eine willkommene Befreiung, ein Streben nach dem Jenseits ansehe.“
(Quelle: http://www.musicanera.de/weitere-informationen/einfuehrung-zum-requiem-von-gabriel-faure )

In seinem Sinne höre ich seine Musik. Sie tröstet, während ich an alle die Seelen denke, die nun unterwegs sind … von Paris ins Jenseits.

„Ins Paradies mögen die Engel dich geleiten,
bei deiner Ankunft die Märtyrer dich empfangen
und dich führen in die heilige Stadt Jerusalem.
Der Chor der Engel möge dich empfangen,
und mit Lazarus, dem einst armen,
mögest du ewige Ruhe haben.“

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