Entsetzlich!

Heute morgen erreichten mich Nachrichten, die ich wieder einmal kaum fassen kann. So viele Tote in Paris … Terror!

In solchen Situationen fühle ich mich wie gelähmt, mein Herz beginnt zu rasen und Worte wirbeln durcheinander in meinen Kopf – „Mist!“, denke ich, „werden die Menschen denn niemals dazulernen? Was soll das schon wieder?“ und ich fühle wieder Verzweiflung, das hatten wir doch schon so oft! Hört das denn nie auf?

Worte, die ich unzählige Male gehört habe, machen sich in mir breit. Erst kürzlich las ich wieder:

„Die Menschen sind eine Lebensform von bestenfalls mittelmässiger Intelligenz, die zu Gewaltätigkeiten neigt und die Angewohnheit hat, sich ständig im Kreis zu bewegen.“  
(aus „Ich und die Menschen“/Matt Haig)

… oder vorgestern ein scheinbar zeitloses Zitat von Herman Hesse:

„Ich sehe die heutige Welt wie ein schlechtes Sensationsstück an, … aber doch so, wie man Besoffene ansieht, mit dem Gefühl: wie werden die sich schämen, wenn sie wieder zu sich kommen.“
Aus einem Brief Hesses 1938

… wie enttäuschend und deprimierend das ist. Und diejenigen, die sich dafür schämen, sind gezwungen, den grössten Teil ihrer wertvollen und begrenzten Lebenszeit damit zu verbringen, sich mit den Gewalttaten ihrer Spezies auseinanderzusetzen. Ohne Aussicht darauf, dass sich das jemals ändert.

3 Gedanken zu “Entsetzlich!

    • Ja, du hast recht, wir müssen es immer wieder erleben. Es ist so traurig … für viele Menschen wieder ein trauriges Wochenende. Und das im 21. Jahrhundert.

      Danke für deine Ergänzung und liebe Grüsse zu dir!

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