Es ist immer wieder faszinierend, wie die nächtliche Stille des Balkons die Gedanken in neue Bahnen lenkt. Um halb drei morgens, wenn die Welt schläft und nur die Sterne am Himmel funkeln, begegnete ich heute einem ganz besonderen Geist: Vincent van Gogh. Während ich nach oben schaute, schien es fast so, als könnte ich die lebendigen Farben seiner Werke in den Sternen erkennen. In der Dunkelheit fand ich mich in seinen Emotionen verloren, die er mit jedem Pinselstrich auf die Leinwand brachte. Es ist erstaunlich, wie Kunst uns über den Tod hinaus verbindet und uns Einblicke in das Seelenleben eines Menschen ermöglicht, der für seine Leidenschaft brannte.
Vincent lehrte mich viel über Hingabe und den Kampf gegen innere Dämonen. Seine Fähigkeit, Schönheit in der Traurigkeit zu finden, inspiriert mich bis heute. Vielleicht nimmst auch Du Dir einmal einen Moment der Stille, um Deinen eigenen Vincent zu entdecken – sei es durch eine Begegnung mit einem Kunstwerk oder einfach durch das Staunen über das Universum. Die Nacht hat viele Geschichten zu erzählen; manchmal müssen wir nur innehalten und zuhören.
Während ich zuhöre beginne ich plötzlich ein Lied zu summen. “Starry Starry Night”. Ich kenne es von Don McLean und es ist wunderschön und berührend.
Die Melodie schwebte in der kühlen Nachtluft und vermischte sich mit den Gedanken, die durch meinen Kopf strömten. Jedes Wort des Songs schien ein Echo von Vincents innerem Kampf zu sein, als wäre der Text direkt aus seiner Seele entstanden. So wie er in seinen Bildern das Leben festhielt, hielt auch McLean das Gefühl von Verlust und Sehnsucht fest, eine Brücke zwischen ihrer beider Welten. In dieser scheinbaren Verbindung spürte ich die Kraft der Kunst, die Grenzen von Zeit und Raum überschreitet. Die Nacht wurde lebendig, als ich mir vorstellte, wie Vincent, schlimmer Kummer zum Trotz, die Schönheit im Lebensrausch fand. Vielleicht standen wir alle auf dem gleichen Balkon, suchend nach Farben und Klängen, die unser Innerstes berühren. Das Universum hatte uns nicht nur nächtliche Stille geschenkt, sondern auch die Möglichkeit zur Reflexion und zur Begegnung mit unseren eigenen Geistern. Und während ich weiter summte, verschmolzen meine Gedanken mit den funkelnden Lichtern am Himmel – ein Erinnerungsstück an ein Leben, das so reich an Emotionen war und in mir das Bedürfnis weckte, meine eigene Kreativität auszudrücken. „Now I understand What you tried to say to me … „
„Und jetzt verstehe ich, was du mir sagen wolltest …..“
Du sagtest: „Es ist Zeit, mal wieder auszuruhen!“
Und Malen ist meine Art von Ausruhen. Genau das werde ich jetzt tun.

„Indem ein Mensch mit den ihm von Natur gegebenen Gaben sich zu verwirklichen sucht, tut er das Höchste und einzig sinnvolle, was er tun kann.“ (Hermann Hesse)
und Pablo Picasso meinte:
„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“
So ist es!
Text (außer Zitate) und Malerei © chrinolo
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Ein vielfaches Danke, liebe Chrinolo, dass du solche Gedanken, Gefühle, Farben mit uns teilst. Sie bereichern mich sehr, indem sie mir deine innere Welt aus Klang, Mitgefühl und gutem Wollen zeigen.
Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele
Ja, dafür ist sie da. Sie erhöht unser Sein, weckt unsere Kreativität, lädt uns ein.
Welch ein Artikel/Text. Dazu dieses Lied… sehr schön!!
Dankeschön. Ich freue mich, dass dir mein Beitrag gefällt. 🙂