Von Hexen, Mauerblümchen und geldgierigen Fröschen

 

Eigentlich war alles wie immer, als ich heute Morgen das Stadtgärtchen betrat. Ich ging gleich beim Froschprinz vorbei, um ihm einen „Guten Morgen“ zu wünschen, aber der war seltsam still und hatte kein Ohr für mich.

Also setzte ich mich auf den Brunnenrand und blickte ins Wasser. „Nanu“, dachte ich, „da unten liegen ja Münzen … ganz wie in Rom im Trevi-Brunnen! Da scheinen die Leute hier offensichtlich etwas zu verwechseln – wir sind hier im Schwarzwald! Und dieser geldgierige Froschprinz klärt die Leute natürlich nicht auf. Ganz im Gegenteil, das Geld kommt dem gerade recht! Der sass da und wartete – aber worauf? „.

Und dann plötzlich sah ich sie! „Also, das ist doch verrückt“, dachte ich weiter, „die verwechseln hier auch was – die sind ausserhalb ihrer Zeit am falschen Ort!“

Ausserdem ist dies kein magischer Feuer-Kreis, sondern nur eine runde Blumenrabatte!

Und jetzt verstand ich auch den Frosch: der blöde Kerl wartete, dass sich eine von denen in eine Prinzessin verwandelt, damit er Prinz werden kann. Unglaublich ! Der glaubt doch nicht wirklich, dass eine von denen wegen der paar Münzen im Brunnen eine Umwandlung auf sich nimmt? Und noch dazu für so einen hässlichen Frosch? Nein, was eine richtige Hexe ist, die bleibt auch eine! Ich hab sie gefragt und die eine sagte zu mir:“Ach, geh‘ mir doch mit diesem verblödeten Geldprotz nicht auf den Senkel!“, winkte ab und lief davon.

Da tat mir der Frosch schon ein bisschen leid und ich machte ihn auf das liebreizende Mauerblümchen aufmerksam, das ich unten am Fluss gesehen hatte.

„Was soll ich mit dem armen Ding?“, knurrte er unzufrieden und warf ihr überheblich eine Münze vor die Füsse.

Das Mauerblümchen wurde daraufhin sehr traurig und weinte so bitterlich, dass ihre Tränen aus der Mauer herausströmten.

„Kann hier vielleicht mal jemand das Wasser abstellen?“, schrie da auch schon einer, „ich laufe auch schon über!“

„Na, hier ist heute wohl alles etwas anders als sonst“!, seufzte ich ratlos und sah zum Baum hinüber.

Doch der rang ebenso ratlos seine Äste und zitterte vor Aufregung.

So etwas hatte ich hier noch nicht erlebt und sah mich nach einer Bank um – ich musste mich setzen!

„Ach, wenn ich jetzt doch ein bisschen Musik hätte“, dachte ich, „die würde mich wieder beruhigen und meine Welt zurechtrücken.“

Und ihr werdet es nicht glauben – die meisten meiner Wünsche gehen in Erfüllung! Eine kleine, allerliebste Amsel (natürlich ein Amselmännchen – für die Wunscherfüllung sind meistens Männer zuständig! 😉 ) kam vom anderen Flussufer angeflogen, setzte sich zu mir ins Gras und trällerte für mich ganz allein die wunderschönsten schönsten Melodien 🙂

 

„Na, hat es dir gefallen?“, fragte sie … ähm, natürlich er! … und blickte mich erwartungsvoll an.

„Aber ja, es war wunderschön!“, lächelte ich zurück. „Ich werde mir jetzt noch die herrlichen Blüten anschauen. Und anschliessend gönne ich mir nebenan noch ein leckeres Eis, dann ist schon heute fast wie fast Sonntag! 🙂

EUCH ALLEN WÜNSCHE ICH AUCH EIN SCHÖNES WOCHENENDE !   🙂

28 Gedanken zu “Von Hexen, Mauerblümchen und geldgierigen Fröschen

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